Wohnstift Trippstadt (Foto: SWR)

Abriss: 100 Senioren verlieren ihre Wohnungen Endgültiges Aus für Wohnstift Trippstadt beschlossen

Das Wohnstift in Trippstadt wird endgültig geschlossen und abgerissen. Das hat der Betreiber GDA am Donnerstagabend bei einer Einwohnerversammlung verkündet. Etwa 100 Senioren müssen jetzt umziehen.

Trotz Protesten von Bewohnern, Anwohnen und Politikern, die Betreiber-Gesellschaft GDA sieht für das Wohnstift in Trippstadt keine Zukunft. Das machte GDA-Geschäftsführer Holger Horrmann bei der Einwohnerversammlung deutlich. Für die etwa 100 Bewohner des Seniorenheims bedeutet das, dass sie noch einmal einen Umzug stemmen müssen - die meisten Bewohner hatten sich darauf eingestellt, in Trippstadt ihren Lebensabend zu verbringen.

Gespräche mit Interessenten gescheitert

Die Hoffnung viele Bewohner ruhte bis zuletzt noch darauf, dass sich ein Käufer für das Wohnstift findet. Nach Angaben der GDA habe man mit zwei Interessenten verhandelt, die das Seniorenheim übernehmen wollten. Beide hätten nun aber abgesagt. Eine andere Option gebe es nicht. Deshalb werde das Seniorenheim Mitte 2020 geschlossen. Den Bewohnern hat GDA angeboten, in das Wohnstift in Neustadt umzuziehen.

Sanierung zu teuer

Grund für die Schließung und den Abriss ist, dass das Seniorenheim umfassend saniert werden müsste. Unter anderem weil es nicht den Brandschutzvorgaben entspricht. Die Sanierungskosten von rund 15 Millionen Euro sind dem Betreiber aber zu teuer.

Pläne für das Gelände

Nach dem Abriss will GDA das Grundstück verkaufen. Geschäftsführer Holger Horrmann hat nach eigenen Angaben bereits mit der Gemeinde über eine Nachnutzung gesprochen. So könnten dort zum Beispiel Häuser für junge Familien und betreutes Wohnen entstehen. Dazu sei auch ein Ärztezentrum inmitten der Siedlung denkbar.

Zukunft des benachbarten Studentenwohnheims ungewiss

Von der Schließung und dem Abriss des Wohnstifts ist auch ein benachbartes Studentenwohnheim in Trippstadt betroffen. Beide Einrichtungen teilen sich unter anderem die Hausverwaltung, aber auch Gas-, Strom- und Wasseranschlüsse. Auch bei dem Studentenwohnheim gibt es Probleme mit dem Brandschutz. Ursprünglich wollte das Studierendenwerk Kaiserslautern das Gebäude aber sanieren. Die Kreisverwaltung hatte dafür bereits die Genehmigung erteilt. Ob die Pläne jetzt noch umgesetzt werden ist unklar.

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