Erster Herbststurm des Jahres Unwetter sorgt in der Westpfalz für Behinderungen

Sturmtief "Fabienne" hat am Sonntag die Feuerwehren in der Westpfalz in Atem gehalten. Sie musste Bäume von Straßen und Bahnstrecken wegräumen. Verletzt wurde niemand.

Bis Montagmorgen war zum Beispiel die Bahnstrecke zwischen Pirmasens und Landau gesperrt. Dort hatte der Sturm mehrere Bäume umgeknickt, die auf die Gleise gefallen waren. Die Bahn setzte auf der Strecke Ersatzbusse ein.

Die Forstämter werden noch mehrere Tage damit beschäftigt sein, ungekippte Bäume und herunter gefallene Äste wegzuräumen. Wegen der Größe des Pfälzerwaldes könnten die Förster aber nicht alle Bereiche kontrollieren. Ein Verbot für Spaziergänge im Wald werde es nach Auskunft der Forstämter nicht geben. Waldbesuche seien immer auf eigene Gefahr, auch ohne Unwetter könnten dort jederzeit Äste abbrechen.

In Kirchheimbolanden musste die Feuerwehr ausrücken, weil eine Sturmböe die Spitze des Maibaums abgebrochen hatte. Zur Sicherheit wurde der Maibaum abgebaut. In Weilerbach im Kreis Kaiserslautern musste der Kerwe-Umzug wegen des Unwetters abgesagt werden. In Zweibrücken wurde der Herbstmarkt früher beendet.

Unfall auf der A62 bei Kusel

Für die Autofahrer wurde das Unwetter zum unkalkulierbaren Risiko. Auf der A62 bei Kusel geriet ein 59-jähriger Fahrer mit seinem Pkw auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern und prallte in die Schutzplanke. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 30.000 Euro.

In mehreren Orten wurden Straßen, Keller und Garagen überflutet - unter anderem in Pirmasens und Zweibrücken. Allein in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land waren 40 Feuerwehrleute rund zwei Stunden im Einsatz, um die Schäden zu beseitigen.

Verstopfte Gullys bereiten Probleme

Auch in Kaiserslautern musste die Feuerwehr rund 40 Mal zu Einsätzen ausrücken. Auch hier war eher der Regen das Hauptproblem. In der Innenstadt liefen zahlreiche Keller voll, auf einigen Straßen stand das Wasser.

Wie die Feuerwehr mitteilte, waren zahlreiche Gullys durch Blätter verstopft, sodass das Regenwasser nicht schnell genug ablaufen konnte. Außerdem waren viele Straßen in der Westpfalz durch umgestürzte Bäume oder heruntergefallene Äste für kurze Zeit nicht befahrbar.

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