Bei einem Motorradunfall auf der A8 stirbt ein 13-Jähriger (Foto: Polizei Zweibrücken)

"Aktenzeichen XY" Neue Hinweise nach Unfalltod eines 13-Jährigen

Die Polizei in Zweibrücken hat zahlreiche neue Hinweise auf den flüchtigen Autofahrer erhalten, der für den Unfalltod eines 13-Jährigen auf der A8 verantwortlich sein soll.

Die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" griff am Mittwochabend den Fall auf. Ein Sprecher der Polizei Zweibrücken sagte, nach dem Zeugenaufruf seien etwa 40 Hinweise auf den Unfallfahrer eingegangen. Nach ersten Erkenntnissen könnten einige davon erfolgsversprechend sein. In den kommenden Tagen sollen alle Hinweise genau überprüft werden. Die Polizei hofft, dass sie dadurch den flüchtigen Unfallfahrer ermitteln kann

Am 1. Juli hatte ein Auto ein Motorrad auf der A8 bei Zweibrücken gerammt - ein 13-jähriger Junge, der als Beifahrer auf dem Motorrad saß, kam bei dem Unfall ums Leben. Der Stiefvater, der das Motorrad fuhr, wurde schwer verletzt. Er liegt im Krankenhaus und konnte noch nicht vernommen werden. Der Unfallverursacher flüchtete unerkannt. Nach den bisherigen Zeugenaussagen könnte es sich bei dem Wagen um einen weißen Mercedes gehandelt haben.

Rund 20 Hinweise nach SWR-Sendung

Auch der Kriminalreport Südwest im SWR Fernsehen hatte in der vergangenen Woche den Fall aufgegriffen. Nach der Ausstrahlung gab es rund 25 neue Hinweise, insgesamt sind bei der Polizei Zweibrücken bisher rund 100 Hinweise eingegangen. Ein Polizeisprecher sagte, jedem einzelnen werde nun nachgegangen. Die Hinweise kommen nach Angaben der Zweibrücker Polizei aus der Pfalz, aber auch aus ganz Deutschland. Die Polizei hat eine Telefonnummer für mögliche Hinweisgeber geschaltet - sie lautet 06332-976-333. 

Eine Spur, die vielversprechend klang, hat sich mittlerweile zerschlagen: Eine Frau aus Norddeutschland hatte sich gemeldet, weil sie glaubte, den Unfallwagen gekauft zu haben. Die Polizei in Zweibrücken teilte inzwischen mit, dass dieser Hinweis nicht zum Unfallfahrer geführt hat.

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