Trierer Polizist mit Taser (Foto: SWR, Lara Shehada)

Toter nach Polizeieinsatz in Pirmasens Land hält an Tasern fest

Noch ist unklar, ob eine Elektroschock-Waffe, ein sogenannter Taser, den Tod eines Mannes in Pirmasens verursacht hat. Das Land verweist auf positive Erfahrungen mit Tasern.

Das Innenministerium sieht bisher keinen Anlass, den Einsatz von Tasern zu überdenken. Ein Sprecher betonte, die Polizei habe positive Erfahrungen damit gemacht. Ein Pilotprojekt in Trier habe gezeigt, dass allein die Ankündigung, die Elektroschock-Pistole einzusetzen, ausreiche, um Gewaltbereite zu beruhigen.

Landesweit gibt es 37 dieser Waffen, sie sollen bis 2021 flächendeckend ausgegeben werden. Rheinland-Pfalz wäre damit das erste Bundesland, das die Elektroschock-Pistolen im Streifendienst einsetzt.

Herzinfarkt nach Taser-Einsatz in Pirmasens

Der Pirmasenser war vergangene Woche gestorben, nachdem Polizisten eine Elektroschock-Pistole gegen ihn eingesetzt hatten. Noch ist nicht klar, ob der Einsatz des Tasers den Herzinfarkt ausgelöst hat, an dem der Mann später im Krankenhaus starb. Ein Rechtsmediziner prüft zurzeit, ob es einen Zusammenhang gibt.

Polizei und Ordnungsamt sollten den psychisch Kranken am vergangenen Freitag aus seiner Wohnung holen, um ihn zum Arzt zu bringen. Dabei habe sich der Mann massiv gewehrt, die Polizisten setzten deswegen die Elektroschock-Pistole gegen ihn ein.

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