An falscher Stelle gebaut Brennendes Storchennest verursacht Stromausfall in Theisbergstegen

Theisbergstegen im Kreis Kusel war am Mittwochabend ohne Strom. Schuld waren keine Sturmböen, sondern zwei Störche. Die hatten sich die falsche Wohnumgebung ausgesucht.

Das Storchenpaar hatte sich nach Angaben der Polizei auf einem Strommast häuslich niedergelassen und ein Nest gebaut. Schon im Dezember hatte es dort einen Kurzschluss gegeben. Fachleute gehen davon aus, dass es auch diesmal ein Kurzschluss für Funken verantwortlich ist, die dann das Nest in Brand gesetzt haben.

"Hier war wegen der Störche schon ein isoliertes Seil aufgezogen worden", sagt Ralf Weigel, der im Auftrag der Pfalzwerke den Schaden repariert. "Offensichtlich hat einer der Störche das Seil beschädigt. Das hat dann wohl zum Kurzschluss geführt."

Die Feuerwehr war schnell vor Ort und löschte das Feuer. Vom Storchennest blieb bis auf ein paar herunter gefallene Äste nichts mehr übrig. Die Stromleitung wurde stark beschädigt. Die Pfalzwerke brauchten in einigen Teilen von Theisbergstegen bis zum frühen Morgen, um die Stromversorgung in den meisten Bereichen wieder herzustellen. Acht Häuser waren auch am Donnerstagmittag noch ohne Strom.

Strommast Storchennest (Foto: SWR)
Die Pfalzwerke mussten den Mast und die Stromleitungen reparieren.

Störche wollen schon wieder Nest bauen

Wichtigste Nachricht: Die Störche sind nicht zu Schaden gekommen. Sie wurden am Morgen sogar in der Nähe des Strommastes gesehen - offenbar wollten sie schon wieder anfangen, ein neues Nest zu bauen. "Als wir ankamen, saß schon wieder ein Storch da oben", freut sich Ralf Weigel.

Die Storchenfreunde wollen jetzt aber schauen, ob sie die Störche nicht überzeugen können, sich eine andere, sicherere Wohnumgebung zu suchen. Eine andere Lösung präsentiert Ralf Weigel: "Man kann auch erhöhte Nester auf die Masten bauen. So ist ein Abstand zwischen den Leitungen und dem Nest."

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