Vier Esel stehen an einem Zaun (Foto: SWR)

Streit wegen Tierhaltung beigelegt Happy End für Esel in Hauenstein?

Das war knapp: Ein Eselhalter aus Hauenstein hat sich mit seinen Nachbarn darauf geeinigt, dass seine Tiere im Ort bleiben können. Möglicherweise müssen die Esel aber doch weg.

Zwar haben sich nach Angaben von Ortsbürgermeister Bernhard Rödig (FDP) die beiden Parteien in dem Eselstreit versöhnt - aber das letzte Wort in der Sache hat die Kreisverwaltung Südwestpfalz. Sie hatte nach einer Anfrage von Anwohnern dem Tierhalter Michael Leiser eine Frist von zwei Jahren gesetzt, um seine Esel woanders unterzubringen. Ob die Kreisverwaltung trotz der neuerlichen Einigung weiter auf eine Umsiedlung besteht, ist noch offen.

Mann steht an einem Zaun und lächelt einen  Esel an (Foto: SWR)
Michael Leiser versteht nicht, warum sich Nachbarn an seiner Eselhaltung stören.

Esel angeblich zu laut und stinken

Aktuell hält Michael Leiser fünf Esel auf einer Wiese an seinem Haus im Ortskern von Hauenstein. Seit 20 Jahren hat er dort Tiere, dann waren einige Nachbarn dagegen vorgegangen. Vor dem Mikrofon wollte sich keiner der Esel-Gegner äußern. Bernhard Rödig, der in dem Streit vermittelt hat, sagt: "Von den Anwohnern weiß ich, dass sich so mancher gestört fühlt, wenn die Esel schreien". Außerdem kritisieren die Nachbarn vor allem im Sommer die Geruchsbelästigung. Michael Leiser hat ihnen jetzt versprochen, etwas dagegen zu tun.

Streit um Esel (Foto: SWR)
Ortsbürgermeister Bernhard Rödig hat in dem Eselstreit erfolgreich vermittelt.

Eselhalter entschuldigt sich

Tatsächlich ist eine Eselhaltung im Ortskern von Hauenstein nicht erlaubt, denn er ist laut Kreisverwaltung ein Wohngebiet. Für Michael Leiser war die Entscheidung "ein Schock". Er veröffentlichte die Geschichte im Internet. Die Nachbarn wurden daraufhin teils massiv beschimpft. Das tue dem Tierhalter inzwischen leid, erzählt Bürgermeister Rödig.

STAND