Beim zweiten Versuch hat das Hohenstaufen-Gymnasium mit Astronaut Gerst Funkkontakt aufnehmen können. (Foto: SWR)

Gespräch mit Astronaut Alexander Gerst Zwischen Kaiserslautern und der ISS hat's gefunkt

Na also, geht doch! Beim zweiten Versuch hat's geklappt: Schüler des Hohenstaufen-Gymnasiums in Kaiserslautern sprachen am Donnerstag mit Alexander Gerst im All. Und sie hatten viele Fragen.

Pünktlich um 13.12 Uhr versuchten die Gymnasiasten in Kaiserslautern, den Kontakt mit der internationalen Raumstation ISS aufzunehmen. Ein paar Minuten dauerte es, dann meldete sich Astronaut Alexander Gerst aus dem All in 400 Kilometern Höhe. Statt den geplanten zehn Minuten bleiben nur noch fünf, um Gerst die vorbereiteten Fragen zu stellen. Statt zehn Fragen waren es am Ende nur vier, weil Gerst in der ISS mit 28.000 Studenkilometern dann schon vorbeigerauscht war.

Dauer

Gerst immer noch fasziniert von Schwerelosigkeit

Eine Frage lautete: Gab es einen Moment im All, an dem sie sich gewünscht haben, auf der Erde zu sein? Gerst antwortete, dass er natürlich seine Freunde und seine Familie auf der Erde vermisse. Außerdem wurde er gefragt, was das Ungewöhnlichste war, das er auf der ISS je gesehen haben. Gerst: "Dass die Dinge hier schweben. Das ist unglaublich, auch jetzt noch, wo ich schon 200 Tage im Weltraum war." Die Schwerelosigkeit mache den Ort (die ISS) so einmalig.

In der Aula des Hohenstaufen-Gymnasiums konnten die Schüler das Funkgespräch mit Alexander Gerst verfolgen. (Foto: SWR)
In der Aula des Hohenstaufen-Gymnasiums konnten die Schüler das Funkgespräch mit Alexander Gerst verfolgen.

Die Schüler des Hohenstaufen-Gymnasiums waren begeistert, auch wenn die Antworten von Gerst zum Teil stark verrauscht und kaum zu verstehen waren. Lehrerin Daniela Schumann war froh, dass das Gespräch zwischen ihren Schülern und dem echten Astronauten diesmal problemlos funktioniert hat. "Wir sind unfassbar glücklich, total erleichtert." Soweit sie informiert sei, habe Alexander Gerst wegen des Gesprächs an diesem Tag sehr, sehr wenig Freizeit gehabt.

NASA-Panne verhindert ersten Kontakt

Am Montag war der erste Funkkontakt zu Gerst wegen eines Fehlers bei der Weltraumorganisation NASA gescheitert. Dort verwechselte man den Tag, an dem die Schüler zur ISS funken dürfen. Mehr als ein halbes Jahr hatten die Schüler den Funkkontakt zur Raumstation ISS vorbereitet und wurden dabei von Funk-Amateuren der Technischen Universität und der Hochschule Kaiserslautern unterstützt.

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