Polizei Symbolbild (Foto: Imago, Alexander Pohl)

Nach Schlägerei am Mittwoch Debatte über Polizeistärke in Kusel

Am Mittwochabend gab es in Kusel eine größere Schlägerei. Danach fragen im Internet einige Bürger, ob in Kusel abends und nachts genügend Polizisten im Einsatz sind, um die Menschen zu schützen.

Die Schlägerei begann nach ersten Ermittlungen der Polizei am Mittwochabend auf dem Koch‘schen Markt in Kusel. Dort waren mehrere junge Männer in Streit geraten. Als die Streithähne anfingen, Bierbänke und Tische umzuwerfen, riefen Zeugen die Polizei. Ein Gastronom, der offenbar schlichten wollte, wurde von den Männern zu Boden geworfen und getreten. Er wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

Die Hintergründe der Schlägerei sind noch unklar. Möglicherweise ging es um einen gestohlenen Rucksack - die Polizei schließt aber auch ein fremdenfeindliches Motiv nicht aus. Es wird gegen zwei Deutsche und einen Asylbewerber ermittelt. Einen mutmaßlichen fremdenfeindlichen Überfall hatte es vor wenigen Tagen bereits in Pirmasens gegeben.

Polizisten bei anderen Einsätzen

Im Internet wird der Polizei vorgeworfen, erst zwanzig Minuten nach dem ersten Anruf von Zeugen am Koch'schen Markt gewesen zu sein - und das, obwohl die Polizeiwache nur rund 300 Meter entfernt ist. Nach Angaben eines Polizeisprechers waren die Streifenpolizisten schon bei anderen Einsätzen, als der Notruf einging - unter anderem bei einem Brand in Steinbach. Ob abends und in der Nacht nur eine Polizeistreife in Kusel im Dienst ist, wollte die Polizei aus taktischen Gründen nicht sagen. Wegen der Schlägerei seien auch Streifen von benachbarten Dienststellen angefordert worden – schließlich rückte die Polizei mit 15 Einsatzkräften an.

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