Fassade der gotischen Stiftskirche (Foto: SWR)

Mehr Schäden festgestellt Sanierung der Stiftskirche wird teurer

Die Stiftskirche ist eines der Wahrzeichen von Kaiserslautern - an dem der Zahn der Zeit genagt hat. Die Renovierung hat begonnen - und jetzt steht fest, dass sie teurer wird als geplant.

Nach Angaben der Dekanin Dorothee Wüst sind an der Kirche noch mehr Schäden entdeckt worden, seit das Gerüst für die Bauarbeiten steht. So ist zum Beispiel der Sandstein maroder, als man bei einer ersten Begutachtung erahnen konnte. Außerdem wurde festgestellt, dass sich der Hausschwamm in der Stiftskirche ausgebreitet hat.

Eine halbe Million Euro Mehrkosten

Dekanin Wüst rechnet mit Mehrkosten von einer halben Million Euro. Bisher war man von Sanierungskosten von rund 800.000 Euro ausgegangen, jetzt werden es wahrscheinlich 1,25 Millionen. Die bisherigen Arbeiten wurden von Bund, Land, Kirche und Denkmalschutz finanziert - die Kirchengemeinde hat selbst 135.000 Euro beigesteuert.

Das Problem: Laufende Sanierungsmaßnahmen können in der Regel nicht nachfinanziert werden. Dekanin Wüst hofft aber trotzdem, dass es weitere öffentliche Fördermittel gibt. Im schlimmsten Fall müsste die Sanierung der Nordfassade abgebrochen werden.

Auch Heizung muss erneuert werden

Ein weiteres dringendes Problem in der Stiftskirche ist die Heizung. Die Dämmung in einem Heizungskanal ist kaputt, dadurch dringen Schadstoffe in die Kirche. Deshalb ist die Kirche bereits seit einigen Wochen geschlossen. Die Stiftskirchengemeinde ist in die - etwas kleinere - Unionskirchengemeinde umgezogen.

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