Krankenhaus-Zimmer (Foto: SWR)

Klinik hat finanzielle Probleme Zukunft des Krankenhauses Rodalben offen

In der Diskussion um die Zukunft des Krankenhauses in Rodalben appelliert der Verbandsbürgermeister an die Beteiligten, um die Klinik zu kämpfen. Das Krankenhaus hat finanzielle Probleme.

Der kirchliche Träger, die Marienhaus Kliniken GmbH, will sich deswegen zurückziehen. Verbandsbürgermeister Wolfgang Denzer (SPD) betonte, das St. Elisabeth-Krankenhaus sei mit rund 300 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in der Verbandsgemeinde Rodalben, deswegen sei es wichtig, dass es nicht geschlossen werde. Um es zu erhalten, sollen Gespräche mit den umliegenden Krankenhäusern geführt werden, also mit dem städtischen Krankenhaus in Pirmasens, dem Nardini-Klinikum mit Sitz in Zweibrücken und mit dem Westpfalzklinikum in Kaiserslautern.

Mit einer dieser Kliniken könnte das Krankenhaus in Rodalben künftig kooperieren – oder fusionieren. Das Mainzer Gesundheitsministerium hat angeboten, die Gespräche zu begleiten und dabei zu helfen einen Zukunftsplan zu erstellen. Termine dafür gebe es frühestens im Oktober.

Krankenhaus Rodalben "nicht unverzichtbar"

So hilfsbereit sich das Land bei den Gesprächen gibt, so deutlich ist aber auch die Absage für finanzielle Unterstützung von Seiten des Landes. Eine geplante Landesverordnung soll kleinere Krankenhäuser zwar künftig finanziell entlasten. Das Krankenhaus in Rodalben wird davon aber nicht profitieren, weil es nach Ansicht des Landes - Zitat - "nicht unverzichtbar" ist. In der Region könnten nämlich gleich mehrere größere Krankenhäuser die Patientenversorgung sicherstellen. Das Krankenhaus in Rodalben hat nur etwa 150 Betten.

Verbandsbürgermeister Denzer ist aber trotzdem optimistisch. Er sieht die mögliche Zusammenarbeit mit anderen Krankenhäusern als Chance, damit endlich wieder Geld in das Rodalber Krankenhaus investiert wird, und eine Schließung endlich vom Tisch ist. Nach Dahn und Zweibrücken wäre das Rodalber Krankenhaus das dritte in der Südwestpfalz, das geschlossen wird.

STAND