Frage der Schuldfähigkeit Landgericht Zweibrücken verhandelt Vatermord

Ein 23-Jähriger soll in Zweibrücken seinen Vater erstochen haben. Seit heute steht der Mann vor dem Landgericht. Das muss vor allem klären, ob der mutmaßliche Täter schuldfähig ist.

Wilhelmstraße (Foto: SWR)
In dieser Straße in Zweibrücken passierte die Tat.

Der 23-Jährige hatte zusammen mit seinem Vater in einer Wohnung in Zweibrücken gelebt. Der 51-jährige Vater soll laut Anklage am Küchentisch gesessen haben. Der Sohn habe ihn dann mit einem Küchenmesser in den Nacken gestochen. Das Opfer verblutete.

Unterbringung in Psychiatrie angestrebt

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der mutmaßliche Täter an einer psychischen Krankheit leidet. Das Gutachten eines Sachverständigen kam zu dem Ergebnis, dass der 23-Jährige deshalb nicht schuldfähig ist. Deshalb wurde er bereits während der Ermittlungen von einer Justizvollzugsanstalt in eine psychiatrische Klinik verlegt. Die Staatsanwaltschaft will in dem Prozess erreichen, dass er dauerhaft dort untergebracht wird.

Das Landgericht Zweibrücken hat für den Prozess insgesamt zehn Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte im Dezember fallen.

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