Rettungshubschrauber der Johanniter auf einem Helikopter-Landeplatz (Foto: SWR)

Probebetrieb des Rettungshubschraubers vorerst sicher Luftrettung für die Westpfalz wird neu geregelt

Der Rettungshubschrauber der Johanniter fliegt bis Mai weiter in der Westpfalz - danach könnte aber ein neuer Anbieter zum Zug kommen.

Das rheinland-pfälzische Innenministerium hat eine Ausschreibung angekündigt, um einen Anbieter zu finden, der ab Mai die Luftrettung in der Westpfalz übernimmt. Hintergrund ist, dass der Helikopter der Johanniter zurzeit nur im Probebetrieb eingesetzt wird.

Johanniter fliegen regelmäßig Rettungseinsätze

Der Hubschrauber wurde im Oktober vergangenen Jahres in Sembach stationiert, um Intensivpatienten zwischen den vier verschiedenen Standorten des Westpfalz-Klinikums zu transportieren, also zwischen Kaiserslautern, Kusel, Kirchheimbolanden und Rockenhausen. Inzwischen fliegt der Helikopter nach Angaben des Betreibers auch regelmäßig Rettungseinsätze - bis Ende Januar seien es etwa 240 gewesen.

Fotos des neuen rot-weißen Rettungshubschraubers (Foto: SWR)
Der Helikopter ist nach Angaben der Johanniter besser ausgestattet als gewöhnliche Rettungshubschrauber.

Land wartet auf Gutachten zur Luftrettung

Ein Sprecher des Innenministeriums betonte: Auch der neue Anbieter fliegt nur vorübergehend - und zwar so lange, bis ein Gutachten vorliegt, dass den tatsächlichen Bedarf eines Rettungshubschraubers in der Region ermittelt hat. In die Analyse werden nach Angaben des Landes die Daten der Rettungsdienste, die Einsätze des Johanniter-Hubschraubers und der Transportbedarf der regionalen Kliniken berücksichtigt.

Kreise kritisieren Gutachten

Die Landräte der Kreise Kusel, Kaiserslautern und Donnersberg halten das vom Land in Auftrag gegebene Gutachten für einen Rettungshubschrauber für überflüssig, da der Bedarf in der Region gebeben sei. Der Hubschrauber habe durchschnittlich etwa drei Einsätze pro Tag.

Luftrettung als Minusgeschäft?

Die Johanniter Luftrettung hatte zuletzt kritisiert, dass ihre Einsätze unter dem regulären Gebührensatz vergütet würden und der Betrieb ein Minusgeschäft sei. Laut Innenministerium wird die bisherige Vergütung dennoch beibehalten, weil der Hubschrauber nicht vom Land selbst beauftragt ist.

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