Die historische Bibel liegt auf einem Tisch.  (Foto: SWR)

Ortsgemeinde kauft historisches Buch 400 Jahre alte Bibel gehörte einer Familie aus Schopp

Die Ortsgemeinde Schopp hat eine 400 Jahre alte Bibel gekauft, die früher einer Familie aus dem Ort gehörte. Der Ortschronist versucht nun mehr über die Geschichte des Buches herauszufinden.

Auf den ersten Blick erinnert die 400 Jahre alte Bibel irgendwie an eine kleine, dicke Aktentasche. Sie hat einen dunkelbraunen Ledereinband, etwa die Größe eines DinA4-Blattes und ist knapp zehn Zentimeter dick. Kein Wunder, sie hat nämlich 1.100 Seiten. Die sind leicht braun gefärbt und stellenweise eingerissen.

Momentan ist die 400 Jahre alte Bibel im Haus von Dietmar Meyer aus Schopp untergebracht. Er hat sich das Buch genau angeschaut. „Die Bibel wurde 1617 in Heidelberg gedruckt. Sie gibt den Text der Lutherbibel wieder und an der Seite die reformierte Lehrmeinung", erläutert er. "Am Anfang fehlt ein Deckblatt, am Schluss fehlt noch das letzte Buch der Bibel, die Offenbarung des Johannes."

Dauer

Bibel war drei Generationen im Haus der Familie Oster aus Schopp

Ansonsten ist die Bibel für ihre 400 Jahre in einem sehr guten Zustand. Vor einiger Zeit wurde das Buch der Gemeinde Schopp zum Kauf angeboten. Die hat zugeschlagen, weil die Bibel früher einmal einer Familie aus Schopp gehört hat. Das hat Ortschronist Dietmar Meyer herausgefunden. Er beschäftigt sich seit mehr als 40 Jahren mit der Schopper Dorfgeschichte.

"Handschriftliche Eintragungen belegen, dass die Bibel mindestens drei Generationen lang einer Familie Oster aus Schopp gehört hat.“ Zwischen 1786 und 1911 gehörte die Bibel demnach der Familie. Dietmar Meyer will aber noch mehr erforschen über die Bibel und ihre Gechichte. "Wenn man irgendwas rausfindet, fällt einem eine neue Frage ein." Möglicherweise hat die Bibel auch eine Zeit lang einem Pfarrer im Ort gehört.

Bibel soll in der Gemeindebibliothek von Schopp ausgestellt werden

Dietmar Meyer lagert die Bibel bei rund 20 Grad. Damit das alte Buch nicht kaputt geht. Künftig soll sie in der Gemeindebibiliothek ausgestellt werden. Dazu fehlt aber noch eine entsprechende Vitrine, damit die Bibel auch die nächsten Jahrzehnte unversehrt übersteht.

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