Sandsteinkirche mit Glockenturm am Ende einer Dorfstraße (Foto: SWR)

Dunkelhäutiger Geistlicher Pfarrer aus Queidersbach hat keinen offenen Rassismus erlebt

Mitte Juli machte in den Medien die Meldung die Runde, dass der Pfarrer von Queidersbach rassistisch angefeindet worden sei. Jetzt äußert er sich erstmals.

In einer schriftlichen Stellungnahme sagte der Pfarrer der katholischen Gemeinde Queidersbach im Kreis Kaiserslautern, Patrick Asomugha, er sei von den meisten Menschen in der Pfarrei offen empfangen worden.

Es habe aber auch Begegnungen gegeben, "in denen eine gewissen Ablehnung vorherrschend war." Über Dritte habe der dunkelhäutige Geistliche erfahren, dass aber auch "schlecht und rassistisch" über ihn geredet worden sei. "Das habe ich als kränkend und verletzend empfunden, weil es nicht dem christlichen Miteinander entspricht", so der Pfarrer in seiner schriftlichen Stellungnahme.

Pfarrer widerspricht Medienberichten

Er wolle aber klarstellen, "dass offene, fremdenfeindlich motivierte Übergriffe oder aggressive rassistische Anfeindungen gegen meine Person nicht stattgefunden haben." Sollte durch Medienberichte der Eindruck entstanden sein, wolle er dem widersprechen.

Ich reiche Menschen, die mir gegenüber vielleicht eher kritisch eingestellt sind, die Hand zur Versöhnung und zur Verständigung.

Pfarrer Patrick Asomugha, Queidersbach

Mitte Juli hatte in den sozialen Netzwerken die Meldung die Runde gemacht, ein Gemeindemitglied habe von dem dunkelhäutigen Pfarrer die Hostie abgelehnt mit den Worten: "Aus diesen dreckigen schwarzen Händen nehme ich nichts." Daraufhin hatten unter anderem mehrere Bürgermeister die vermeintlichen rassistischen Anfeindungen verurteilt. Der Pfarrer war damals nicht für eine Stellungnahme zu erreichen, weil er im Urlaub war.

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