Eine Frau hält eine Hostie bei einem katholischen Gottesdienst  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/Rolf Vennenbernd/dpa)

"Maria 2.0" in Rheinland-Pfalz angekommen Kirchenstreik der katholischen Frauen gestartet

Bundesweit rebellieren katholische Frauen gegen die männlichen Machtstrukturen in der Kirche - auch in Rheinland-Pfalz. Sie kämpfen für Gleichberechtigung und gegen die Vertuschung von Missbrauchsfällen.

In Dansenberg im Kreis Kaiserslautern gab es am Sonntag einen alternativen Gottesdienst. Um Revolte ging es den in der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul engagierten Katholikinnen dabei nicht. Ihrer Meinung nach sollte die Arbeit der Pastoralreferentinnen der der Pastoren gleichgestellt werden - und Frauen damit auch geweiht werden können.

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Die Frauen fordern bundesweit die Aufhebung des Pflicht-Zölibats und mehr Transparenz und Glaubwürdigkeit von der katholischen Kirche. Um dem Nachdruck zu verleihen, beteiligen sich katholische Frauen in Rheinland-Pfalz an der bundesweiten Streikaktion "Maria 2.0", die am 18. Mai enden soll.

Frauen in Nieder-Olm ärgern sich über fehlende Gleichberechtigung

Auch in der katholischen Pfarrgemeinde St. Franziskus in Nieder-Olm beteiligen sich Frauen. Sie wollen ihre gesamte ehrenamtliche Arbeit ruhen lassen. Das heißt: Der Kindergottesdienst fällt aus und auch der Seniorenkreis. Die Ministrantinnen bleiben zuhause und Bücherei, Brotkorb und Kleiderkammer sind geschlossen.

Die Kirche an der Basis lebe vom Engagement der Mädchen, Frauen und Seniorinnen, sagen sie. Sie ärgern sich darüber, dass die Leitungsverantwortung bei den Männern liegt.

"Wir brauche Frauen, die sich in der Kirche engagieren", sagte Generalvikar Andreas Sturm aus dem Bistum Speyer. Wenn es darum gehe, geweihte Frauen an den Altar zu bringen, sei seine Macht aber begrenzt. Er habe Verständnis für die Wut und Trauer der Frauen, sagte er im SWR.

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