Europameisterin im Speerwerfen, Christin Hussong, reißt die Arme in die Luft. (Foto: picture-alliance / dpa)

Leichtathletik-EM | Speerwerfen Christin Hussong aus Zweibrücken holt Gold

Speerwerferin Christin Hussong hat bei der Leichtathletik-EM in Berlin ihren ersten ganz großen Titel erobert. Die 24-Jährige aus Zweibrücken siegte am Freitagabend mit dem EM-Rekord von 67,90 Metern.

Die zweimalige deutsche Meisterin übertraf den EM-Rekord der Griechin Mirela Manjani aus dem Jahr 2002 um 43 Zentimeter. Gleich im ersten Versuch sorgte Hussong für klare Verhältnisse und warf gut sechs Meter weiter als die zweitplatzierte Tschechin Nikola Ogrodnikova (61,85). Bronze ging an die Litauerin Liveta Jasiunaite (61,59).

Schon in der Qualifikation hatte Hussong die Konkurrenz geschockt. Bei 67,29 Metern blieb ihr Speer im Rasen stecken. "Der Wurf war super, das zeigt mir, dass ich topfit bin", hatte Hussong danach gesagt. "Ich kann es kaum glauben!" Dabei war sie vorher "unfassbar aufgeregt". Aber sie brauche diese Nervosität auch, sonst fehle ihr die Spannung.

Vielleicht die einzige Chance in Deutschland zu gewinnen

Die Goldmedaille hat noch eine ganz besondere Bedeutung für die 24-Jährige. "Es ist vielleicht meine letzte internationale Meisterschaft in Deutschland. Wer weiß, wann wir noch mal eine EM oder WM in Deutschland haben", sagte die Studentin der Sportwissenschaften.

Mit ihrer Weite bei der EM sind jetzt nur zwei deutsche Frauen besser als Hussong: DLV-Rekordhalterin Christina Obergföll (Offenburg/70,20 Meter) und Steffi Nerius (68,34).

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