Landgericht und Staatsanwaltschaft Zweibrücken (Foto: SWR)

Verfahren am Landgericht Zweibrücken abgetrennt Mutmaßlichem Räuber aus Landstuhl droht lange Haft

Im Prozess um den versuchten Raub bei einer amerikanischen Familie in Landstuhl hat das Landgericht Zweibrücken das Verfahren gegen einen der Angeklagten abgetrennt. Ihm droht eine lange Haftstrafe.

Die Richter hatten in der Verhandlung am Dienstag darauf hingewiesen, dass bei einem der Angeklagten möglicherweise eine Sicherungsverwahrung in Frage kommt, sollte er verurteilt werden. Das würde bedeuten, dass er länger in Haft bleiben muss. Hintergrund ist, dass er bereits mehrfach wegen Raubes vorbestraft ist.

Verteidiger müssen sich vorbereiten

Daraufhin beantragte die Verteidigung, dass das Verfahren ausgesetzt wird, um sich auf die neue Lage vorzubereiten. Das Gericht trennte deshalb das Verfahren gegen diesen Angeklagten ab. Wann es neu beginnt, steht noch nicht fest.

Verfahren gegen weitere Angeklagte läuft weiter

Gegen zwei weitere Angeklagte wird weiter verhandelt. Die drei Männer sollen, zusammen mit einem vierten, in das Wohnhaus einer amerikanischen Familie in Landstuhl eingedrungen sein. Bei dem Überfall wurde einer der mutmaßlichen Räuber vom Vater der Familie in Notwehr tödlich verletzt. Er starb auf der Flucht. Seine Komplizen sollen ihn schwer verletzt auf einem Bürgersteig zurückgelassen haben. Neben dem Raubüberfall müssen sich die Angeklagten deshalb auch wegen unterlassener Hilfeleistung verantworten.

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