Grundschule Frankenstein schließt (Foto: SWR)

Land hält an Schließung fest Eltern erbost über Grundschul-Aus in Frankenstein

Das Fünkchen Hoffnung ist erloschen: Die Grundschule in Frankenstein gehört ab kommenden Freitag der Vergangenheit an. Eltern kritisieren die Entscheidung des Landes heftig.

Lange Zeit ging‘s hin und her, lange Zeit haben Eltern, Schüler und die Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn als Träger für den Erhalt der Grundschule Frankenstein im Kreis Kaiserslautern gekämpft. Vergeblich. Die Grundschule wird zum Ende des laufenden Schuljahres geschlossen. Das hat die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier am Montag entschieden. Der Grund: Schülermangel.

"Pädagogisch absolut unsinnig"

Eine Mutter

Die Eltern können diese Entscheidung nicht nachvollziehen. So meint ein Vater: "Ich finde es eine absolute Frechheit, das ist ein Schlag ins Gesicht der Bürger." Die Eltern hätten gezeigt, dass das öffentliche Interesse darin bestehe, die Schule um jeden Preis zu erhalten. Und jetzt werde die Schule trotzdem dicht gemacht. Und eine Mutter merkt an: "Am Freitag beginnen die Ferien. Unsere Kinder wissen nicht, in welche Schule sie kommen. Es ist pädagogisch absolut unsinnig, sowas zu machen."

Nur noch 15 Schüler in Grundschule Frankenstein

An der Grundschule Frankenstein gibt es nur noch 15 Schüler. Alle werden gemeinsam in einer sogenannten Familienklasse unterrichtet. Laut Schulgesetz muss es aber mindestens eine Klasse je Stufe geben. Schulleiterin Anke Oehler kann die Entscheidung der ADD deswegen verstehen.

Anke Oehler ist Lehrerin an der Grundschule in Frankenstein. (Foto: SWR)
Anke Oehler glaubt, dass sich die Schüler in ihren neuen Schulen schnell einleben werden.

Sie ärgert es aber, dass sich die ADD so kurzfristig dafür entschlossen hat, die Schule endgültig zu schließen, auch wenn sie froh ist, dass die Entscheidung nun endlich gefallen ist: "Diese Verzögerung und das Hinhalten auch durch den Schulträger, der mich nicht immer genau informiert hat, welche Schritte er macht, hat es mir letztendlich schwer gemacht, handeln zu können."

Verbandsgemeinde denkt über Klage nach

Viele der 15 Schüler wissen noch nicht, welche Schule sie ab August besuchen werden. Die Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn kann zwar noch gegen die Schließung klagen; ob sie das aber tatsächlich macht, will die Verbandsgemeinde in kommenden Tagen entscheiden.

STAND