Funkmast und Aufschrift "5G" (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/Bildagentur-online)

Entwicklung des neuen Mobilfunkstandards 11,5 Millionen für 5G an TU Kaiserslautern

Geldsegen für die Technische Universität Kaiserslautern: Das Bundesministerium für Infrastruktur gibt rund 11,5 Millionen Euro. Mit dem Geld soll am neuen Mobilfunkstandard 5G geforscht werden.

Bei den Forschungen an der TU Kaiserslautern geht es unter anderem darum, wie 5G in der Industrie, der Landwirtschaft und dem Weinbau genutzt werden kann. Zum Beispiel bei Lieferfahrzeugen, die ohne Fahrer unterwegs sind - und wo Roboter das Verteilen der Ware übernehmen. In der Landwirtschaft sollen mit Hilfe von 5G Daten in Echtzeit vom Acker oder vom Weinberg in ein Datenzentrum übertragen werden. Unter anderem sollen Drohen etwa Informationen liefern, wo Pflanzenschutzmittel oder Dünger eingesetzt werden müssen.

Vier 5G-Netze in Kaiserslautern geplant

Außerdem wollen die Kaiserslauterer Forscher daran arbeiten, wie 5G-Netze aufgebaut werden können. Deshalb sollen vier verschiedene Netze entwickelt werden. Unter anderem im Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und auf der Wissenschaftsmeile zwischen Universität und Stadt. Das Modell-Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Je nach Verlauf besteht für Kaiserslautern die Möglichkeit, weitere Förderungen zu bekommen.

Scheuer: "5G ist Schlüssel zur Zukunft"

Im Vergleich zu bisherigen Mobilfunknetzen können die Daten bei 5G bis zu 100 Mal schneller übertragen werden. "5G ist weit mehr als schnelles Internet, es ist der Schlüssel zur Zukunft", sagte Andreas Scheuer (CSU), der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur bei der Übergabe des Förderbescheides in Berlin.

Der Bund hatte Kaiserslautern im Juni als eine von sechs Modellregionen in Deutschland für den neuen Mobilfunkstandard 5G ausgewählt. Insgesamt gibt allein die Bundesregierung für diese Regionen über 40 Millionen Euro aus.

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