Messerstecherei (Foto: picture-alliance / dpa)

Vermutlich viel Geld im Spiel Messerattacke in Kaiserslautern gescheiterte Auftragstötung

Vor gut drei Wochen ist ein Mann in Kaiserslautern mit einem Messer attackiert worden. Am Freitag wurde bekannt, es handelte sich wohl um einen Tötungsauftrag - und es ging um viel Geld.

Das 24-jährige Opfer war am 26. Juli auf dem Kaiserslauterer Stiftsplatz von zwei Männern mit einem Messer und Pfefferspray attackiert worden. Der Mann erlitt eine Schnittwunde und musste im Krankenhaus behandelt werden. Zeugen hatten gesehen, wie die Täter in einem Auto mit Düsseldorfer Kennzeichen flüchteten.

Täter und Opfer miteinander verwandt

Erste Ermittlungen der Polizei ergaben, dass es bei dem mutmaßlichen Tötungsauftrag möglicherweise um mehrere 100.000 Euro gegangen sei. In welcher Hinsicht diese Summe ein Motiv darstellt, blieb aber zunächst unklar. Der 48-jährige Mann, der die beiden mutmaßlichen Täter beauftragt haben soll, stamme aus dem verwandtschaftlichen Umfeld des Geschädigten, teilten die Beamten mit.

Mutmaßlicher Auftraggeber aus Düsseldorf

Alle vier beteiligten Männer seien Iraner und Geschäftsmänner. Auftraggeber und mutmaßliche Täter lebten in Düsseldorf, der Geschädigte in Kaiserslautern. In welcher Branche die Männer tätig sind, wollte ein Polizeisprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Alle drei Verdächtigen sind festgenommen worden und sitzen mittlerweile in Untersuchungshaft. Die beiden Männer, die dem Opfer aufgelauert haben sollen, bestreiten die Tat.

Kein Mord- sondern Tötungsauftrag

Der Polizeisprecher betonte, dass es sich in diesem Fall juristisch nicht um einen Mord-, sondern einen Tötungsauftrag handele, und wegen "Verabredung zum Verbrechen" ermittelt werde.

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