Opelwerk in Kaiserslautern Betriebsratschef fordert Vorstellung von Sanierungsplänen

Der Kaiserslauterer Opel-Betriebsratschef Lothar Sorger fordert, dass der französische PSA-Konzern seine Sanierungspläne für Opel offenlegt. Die Belegschaft sei verunsichert.

Etwa 100 Mitarbeiter würden das Opel-Werk Kaiserslautern bis zum Monatsende freiwillig verlassen. Sie hätten Abfindungsangebote angenommen – im Schnitt 150.000 Euro. 200 weitere gingen bis Ende des Jahres in Altersteilzeit oder Vorruhestand.

"Stellenabbau durch PSA ist unverantwortlich"

Dass PSA so viele Stellen abbaut, ist unverantwortlich, sagt Betriebsratschef Sorger. Zuerst müssten die Sanierungspläne auf den Tisch, dann könne festgestellt werden, ob es zu viel Personal gibt. Zumal PSA zugesichert habe, Tarifverträge und Produktionszusagen einzuhalten. Das sei aber nur möglich, wenn es auch genügend Mitarbeiter gebe.

Lothar Sorger, Betriebsratschef von Opel in Kaiserslautern (Foto: picture-alliance / dpa)
Lothar Sorger macht sich Sorgen um die Zukunft des Opelwerks in Kaiserslautern.

"Das Problem was ich sehe ist, dass mehr Leute das Werk verlassen, als nötig ist. Wir haben Zusagen über Tarifverträge, neue Projekte und Produkte. Wenn die eingehalten werden würden, wäre ein Personalabbau in dieser Höhe nicht notwendig. Es hat den Anschein, dass Zusagen, die wir im letzten Jahr von PSA gegengezeichnet bekommen haben, nicht eingehalten werden", sagte Lothar Sorger dem SWR.

Opel selbst betont, dass das Werk in Kaiserslautern aber nicht ausbluten soll, nur weil jetzt so viele Mitarbeiter gehen. Ein Sprecher sagte, die Tarifverträge und Produktionszusagen sollen eingehalten werden. Viele Opelaner befürchten aber, dass die Kollegen, die gehen, durch günstigere Leiharbeiter ersetzt werden könnten.

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