Die Polizei präsentierte Fotos zu den Sprengfallen unter anderem in Otterberg. (Foto: SWR, (Archiv))

Sprengfallen in der Westpfalz 109 Menschen durch Rache von Gärtner gefährdet

Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern schließt nicht aus, dass im Fall des Landschaftsgärtners Graumann noch weitere Sprengfallen existieren. Potenziell gefährdet seien 109 Menschen gewesen.

Die Ermittler überprüften die Anwesen dieser Personen und fanden keine Sprengfallen - bis auf eine in Fischbach bei Kaiserslautern, diese habe aber rechtzeitig entschärft werden können. Allerdings schließen sie nicht aus, dass weitere Sprengfallen auftauchen könnten.

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In allen Fällen habe es persönliche oder berufliche Streitigkeiten gegeben. Das gaben Ermittler bei einer Pressekonferenz am Freitag in Kaiserslautern bekannt. Der Landschaftsgärtner war tot in seinem Haus in Mehlingen im Landkreis Kaiserslautern gefunden worden. Er sei an einer Überdosis Insulin gestorben. Seinem Umfeld habe er Bauchspeicheldrüsenkrebs lediglich vorgegaukelt. Graumann war jedoch Diabetiker.

Staatsanwaltschaft und Polizei präsentierten am Freitag die Ermittlungsergebnisse im Fall Graumann. (Foto: SWR)
Staatsanwaltschaft und Polizei präsentierten am Freitag die Ermittlungsergebnisse im Fall Graumann.

Der Landschaftsgärtner hatte den Erkenntnissen nach mit einer Handgranate vor rund zwei Wochen einen Arzt getötet. Bei einer weiteren Explosion wurden zwei Menschen verletzt.

Eine dritte Falle entschärfte die Polizei in der vergangenen Woche. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Landschaftsgärtner damit Menschen töten wollte, mit denen er Streit hatte.

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