Ein völlig zerstörter Geldautomat. (Foto: SWR)

Nach Sprengung in Mölschbach Banken rüsten nach Geldautomatensprengungen auf

Immer häufiger werden Geldautomaten gesprengt. Die Banken in der Westpfalz wollen ihre Automaten gegen solche Angriffe schützen. Dabei kommt eine besondere Technik zum Einsatz.

Nicht erst seit der Sprengung eines Geldautomaten in Mölschbach beschäftigen sich die Banken in der Westpfalz mit dem Problem. Die Volksbank Kaiserslautern hat nach eigenen Angaben bereits Konsequenzen aus einer Automatensprengung vor einigen Monaten in Hütschenhausen gezogen.

Geldautomaten mit Sensoren gegen Sprengungen geschützt

Mehrere Geldautomaten seien bereits mit Sensoren ausgestattet worden. Diese erkennen, wenn Kriminelle Gas in die Geräte leiten, um sie zu sprengen. Die Automaten würden dann Alarm schlagen und die Polizei verständigen. Auch die Kreissparkasse Kaiserslautern plant ihre Geräte nach und nach mit Sensoren auszustatten.

Geldautomaten mit Nebelmaschinen

Es gibt auch noch weitere Sicherheitsmaßnahmen, zum Beispiel Geldautomaten mit Nebelmaschinen. Sobald ein Sensor Gas bemerkt, wird der Raum, in dem sich der Automat befindet, in Nebel gehüllt. Kriminelle können dann nichts mehr sehen. Außerdem gibt es noch eine Vorrichtung, die dauerhaft kleine Zündungen abgibt, wenn der Automat Gas bemerkt. So kommt es dann nur zu kleinen Verpuffungen, weil sich keine größere Menge Gas ansammeln kann.

Geldautomaten sollen auch nachts zugänglich bleiben

Die Polizei habe den Banken geraten, Räume mit Geldautomaten nachts für Kunden zu schließen. Dies ist nach Ansicht der Banken aber nicht kundenfreundlich. In Rheinland-Pfalz wurden in diesem Jahr bereits 22 Geldautomaten gesprengt.

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