Eindeutig zu viel angeschraubt: Dieses getunte Auto mit Schaumstoffnase und Raketenantrieb durfte nicht weiter durch die Südwestpfalz düsen (Foto: Polizeidirektion Pirmasens)

Illegales Tuning Auto mit "Raketenantrieb" in Südwestpfalz gestoppt

Regelmäßig zieht die Polizei getunte Autos aus dem Verkehr, oft geht es dabei um dröhnende Motoren oder tiefergelegte Karosserien. Doch bei diesem im pfälzischen Hauenstein gestoppten Wagen ist alles anders.

Fünf schwarze Plastikeimer, die optisch einem Raketen-Triebwerk ähnelten, waren nach Polizeiangaben an dem getunten Wagen am Heck montiert. Auf dem Kühlergrill war eine Art Nase aus Schaumstoff angeschraubt. Damit nicht genug: Auf dem Fahrzeugdach "zündelten" aus Spanplatten gefertigte Flammen und in den Leuchten, die die echten Einsatzkräfte fürs Martinshorn nutzen, waren Lautsprecher verbaut.

Dieses Auto durfte nicht mehr weiter fahren: Auto mit selbstgebasteltem Raketenantrieb (Foto: Polizeidirektion Pirmasens)
Auto mit selbstgebasteltem Raketenantrieb aus Eimern Polizeidirektion Pirmasens

"Durch den unsachgemäßen Anbau von selbst gefertigten Teilen war die Verkehrssicherheit des Pkw nicht mehr gegeben."

Mitteilung der Polizeidirektion Pirmasens

Die Polizei stoppte den Wagen bereits am Freitag auf der B10 bei Hauenstein im Kreis Südwestpfalz, wie die Ermittler am Wochenende mitteilten. Der britischen Fahrerin wurde die Weiterfahrt bis zur Demontage der Aufbauten untersagt. Außerdem kommt auf sie ein Bußgeld wegen illegaler technischer Veränderungen zu.

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