Polizei Blaulicht (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Friso Gentsch/dpa)

Nach Raubüberfall auf Haus Ermittlungen gegen amerikanischen Familienvater eingestellt

Im Februar verletzte ein Amerikaner in Landstuhl einen Räuber, der in sein Haus eingedrungen war - der Täter starb. Jetzt steht fest: Der Mann muss nicht vor Gericht.

Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken hat die Ermittlungen gegen den amerikanischen Familienvater eingestellt. Sie hatte gegen ihn ein Verfahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge eingeleitet.

Die Ermittler gehen davon aus, dass vier Männer in das Haus des Amerikaners in Landstuhl einbrechen wollten. Der Mann konnte drei von ihnen nach draußen drängen - einer konnte aber bis ins Obergeschoss des Hauses vordringen.

Zwei Stiche mit Küchenmesser

Dort befanden sich die Frau des Amerikaners und die drei kleinen Kinder. Der Räuber attackierte die Ehefrau. Deren Mann hatte sich mittlerweile mit einem Küchenmesser bewaffnet und stach dem Angreifer zweimal in die linke Schulter und die linke Achsel. Daraufhin flüchteten alle vier Täter.

Im Auto merkten die Männer nach den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft, dass der Verletzte zu verbluten drohte. Sie hielten in Krickenbach und baten einen Passanten, den Notruf zu wählen. Dann legten sie den Verletzen auf den Bürgersteig - einer der Täter blieb bei ihm, die anderen zwei flüchteten. Der Verletzte starb noch vor Ort.

Gutachten bestätig Notwehr

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat der amerikanische Familienvater in Notwehr gehandelt - das werde auch durch ein Gutachten bestätigt. Deshalb wurde das Ermittlungsverfahren jetzt eingestellt. Die drei verbliebenen Täter sitzen in Untersuchungshaft - die Ermittlungen gegen sie sind noch nicht abgeschlossen.

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