Geigenspieler, von hinten fotografiert mit Notenblatt  (Foto: picture-alliance / dpa)

Ensemblekonzert am 24. Juni fällt aus Grenzerfahrungen mit der DRP

Die Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern muss das Konzert mit Werken von Haydn, Schönberg und Brahms aufgrund von Krankheit leider absagen.

Die DRP wollte unter anderem das dritte Klavierquartett von Brahms spielen. Es war eine emotionale Grenzerfahrung, die der junge Brahms erlebte, als er das Stück komponierte: Er war in einer "Werther-Stimmung", wie er selbst sagte. Grund war die Liebe zu Clara, der Frau seines Freundes und Förderers Robert Schumann. Erst zwei Jahrzehnte nach dieser emotionalen Grenzerfahrung brachte Brahms das schwermütige Werk zur Vollendung.

Eine Nahtod-Erfahrung ging Schönbergs einzigem Streichtrio voraus: Er lebte im amerikanischen Exil unter schwierigen Bedingungen, als er 1946 einen Herzinfarkt erlitt und nur mit Mühe ins Leben zurückgeholt wurde. Das Trio, von dem Schönberg schrieb, es sei "eine 'humoristische' Darstellung" seines "Todesfalls", spiegelt die Erfahrung von Todesnähe, Schmerz und Angst wider.

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8,00 Euro
Ermäßigter Preis:
4,00 Euro

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