Die vom Zoll sichergestellten Waffen samt Munition (Foto: Pressestelle,  Zollfahndungsamt Frankfurt am Main)

Tausende Schuss Munition und zahlreiche Waffen sichergestellt Waffen aus Waffenlager im Kreis Kusel werden untersucht

Die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern lässt die in mehreren Häusern und Wohnungen im Kreis gefundenen Waffen derzeit durch Experten untersuchen. Auch ihre Herkunft muss geklärt werden.

Das Waffenlager in dem Haus in Herschweiler-Pettersheim im Kreis Kusel entdeckte der Zoll während mehrmonatiger Ermittlungen. Dabei taten sich wie bei einem Dominoeffekt immer mehr Verdächtige auf, einer ist ein mutmaßlicher Waffenhändler.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war die Sicherstellung eines Laser-Zielpunktprojektors im Herbst 2018 im Postzentrum des Frankfurter Flughafens. Mit dieser Vorrichtung lassen sich mögliche Ziele markieren - wie es in Actionfilmen zu sehen ist. Der Erwerb und Besitz ist strengstens verboten und kann mit bis zu drei Jahren Haft oder Geldstrafe geahndet werden.

Die vom Zoll sichergestellten Waffen samt Munition (Foto: Pressestelle,  Zollfahndungsamt Frankfurt am Main)
Die vom Zoll sichergestellten Waffen. Pressestelle Zollfahndungsamt Frankfurt am Main

Der Zoll durchsuchte daraufhin die Wohnung des Empfängers. Bei dem Sportschützen fanden sie zudem eine Maschinenpistole, ein Sturmgewehr, ein Selbstladegewehr, illegale Pyrotechnik und Munition. Alles wurde sichergestellt.

Dominoeffekt führte zu mehr Verdächtigen

Laut Zoll führten die Ermittlungen zu einem weiteren Verdächtigen, einem 44-Jährigen aus dem Landkreis Kusel. Bei ihm entdeckten die Beamten eine illegale Pistole, Waffenteile und 1.000 Schuss Munition. Ein Bekannter des Verdächtigen geriet daraufhin auch ins Visier der Ermittler. Bei dem 48-Jährigen stellten die Beamten ein Gewehr, Munition und verschiedene verbotene Waffenteile sicher. Auf dem Anwesen hatte der Mann zudem Munitionskisten mit Sprengstoffen versteckt, wie er den Fahndern offenbarte. Spezialisten des Landeskriminalamts mussten diese zum Teil vor Ort sprengen.

Die vom Zoll sichergestellten Waffen samt Munition (Foto: Pressestelle,  Zollfahndungsamt Frankfurt am Main)
Neben Waffen beschlagnahmte der Zoll auch tausende Schuss Munition. Pressestelle Zollfahndungsamt Frankfurt am Main

Waffen in leerstehendem Haus gehortet

Den größten Fund machte der Zoll dann bei einem 48 Jahre alten Mann, der im Kreis Kaiserslautern wohnt. Auf den Sportschützen kamen die Fahnder durch die vorherigen Ermittlungen. In dem unbewohnten Haus in Herschweiler-Pettersheim entdeckten die Beamten das Waffenlager. Dort stellten sie sieben Sturmgewehre, zwei Vorderschaft-Repetierflinten, ein halbautomatisches Selbstladegewehr, vier Pistolen und etwa 23.000 Schuss Munition sicher. Im Haus des Beschuldigten und einer Garage fanden sie weitere verbotene Waffenteile und rund 2.800 Schuss Munition.

Gegen die vier Männer wird wegen Verstoßes gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt. Bei einer Verurteilung drohen ihnen Geldstrafen oder Haft von bis zu fünf Jahren. Der Verdächtige mit dem Waffendepot könnte sogar bis zu zehn Jahre in Haft - gegen ihn steht laut Zoll der Verdacht des gewerbsmäßigen Waffenhandels im Raum. Ihm und dem anderen Sportschützen soll laut Zoll die waffenrechtliche Erlaubnis entzogen werden.

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