Brand in einem Altenheim in Lauterecken (Foto: SWR)

Millionenschaden nach Feuer Brandstiftung im Seniorenheim Lauterecken?

Nach dem Feuer in einem Seniorenheim in Lauterecken schließt die Polizei Brandstiftung nicht aus. Das ist das Ergebnis eines Sachverständigen, der den Brandort inspiziert hat.

Das Feuer war nach ersten Erkenntnissen der Polizei am vergangenen Donnerstagmorgen in einem Lagerraum mit Papierakten ausgebrochen. Bei dem Brand entstand ein Millionenschaden. Verletzt wurde niemand, alle 132 Bewohner des Hauses mussten in andere Seniorenheime verlegt werden, einige sind bei ihrer Familie untergekommen.

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Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

Ein Teil der Senioren darf möglicherweise schon relativ schnell wieder ins Seniorenheim einziehen. Geplant ist laut Peter Müller vom Betreiber Pro Seniore Residenz Lauterecken, dass die Bewohner zunächst einmal zwei Wochen lang anderweitig untergebracht bleiben. Danach könne man daran denken, das Haus teilweise wieder zu belegen. Müller: "Wir werden natürlich nicht reingehen, bevor alles sicher ist."

Die Senioren mussten in einer Notunterkunft untergebracht werden (Foto: SWR)
Die Senioren mussten in einer Notunterkunft untergebracht werden.

Land verspricht Hilfe für Seniorenheim-Betreiber

Hilfe wird der Heimbetreiber auch von der Landesregierung bekommen. Das versprach Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), die am Tag nach dem Brand extra nach Lauterecken gekommen war, um sich die Schäden anzuschauen. "Wo immer es jetzt auch Fragen oder Unterstützungsbedarf gibt, da ist bei uns die Tür offen", sagte Bätzing-Lichtenthäler.

Selbstlose Hilfe von Nachbarn

Die Mitarbeiter des Seniorenheimes müssen auch nicht um ihren Job fürchten. Das versicherte Peter Müller, der darauf verwies, wie gut das Team bei dem Brand funktioniert habe. Überhaupt habe sich bei der Evakuierung gezeigt, wie gut das Seniorenheim in die Nachbarschaft integriert sei. Anwohner hätten Kaffee gebracht und gefragt, ob sie etwas helfen könnten; und die Mitarbeiterin eines nahegelegenen Supermarktes habe für 150 Euro auf eigene Rechnung Verpflegung für die Senioren eingekauft.

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