B10 (Foto: SWR)

Angaben der Bürgerinitiative Durchbruch beim Ausbau der B10?

Jahrelang gab es Streit um den vierspurigen Ausbau der B10 - die Südpfalz lehnte ihn ab, die Westpfalz forderte ihn vehement. Jetzt scheint Bewegung in die Diskussion zu kommen.

Ein Sprecher der Bürgerinitiative "B10 - vier Spuren jetzt" aus Pirmasens sagte, bei einem Gespräch im Mainzer Verkehrsministerium habe sich erstmals ein Vertreter des Landkreises Südliche Weinstraße positiv zum vierspurigen Ausbau geäußert. Landrat Dietmar Seefeldt (CDU) habe bestimmten Ausbauvarianten zugestimmt. Welche das sind, ist noch nicht bekannt.

Gespräch mit Bund gesucht

Der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Wissing (FDP) und Vertreter der Bürgerinitiative vereinbarten bei dem Treffen, dass sie gemeinsam das Gespräch mit dem Bund suchen werden. Dabei soll es darum gehen, dass in den Bauabschnitten "Baulösungen im Sinne der Anwohner" gefunden werden sollen.

"Die B 10 ist die Lebensader der Region und für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Westpfalz unverzichtbar", sagte Wissing. Dort, wo Baurecht vorliege, werde zügig gebaut - in den anderen Abschnitten werde die Planung vorangetrieben.

Nächste Bauschritte im März

Noch im März soll Spatenstich für den Ausbau der B10 zwischen Landau und Godramstein sein. Dort sollen zuerst zwei Brücken abgerissen werden. Insgesamt soll der Ausbau der B10 2026 abgeschlossen sein und rund 370 Millionen Euro kosten.

Über den vierspurigen Ausbau der B10 hatte es jahrelange Diskussionen gegeben. Die Stadt Pirmasens und die Südwestpfalz hatten den Ausbau vehement gefordert. Sie haben keinen Autobahnanschluss - ein Standortnachteil im wirtschaftlichen Wetbewerb mit anderen Kommunen. Die Südpfalz war stets gegen den Ausbau - vor allem aus Umweltschutzgründen. Außerdem befürchtete man, dass die Tourismuszahlen zurückgehen könnten. Zweimal war eine Mediation zwischen beiden Lagern gescheitert.

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