Alle vier Autoreifen zerstochen Bistum bietet Pfarrer aus Queidersbach Hilfe an

Das Bistum Speyer will Pfarrer Patrick Asomugha aus Queidersbach nicht allein lassen - und hat auf Hilfsangebote hingewiesen. Dem dunkelhäutigen Pfarrer waren alle vier Autoreifen zerstochen worden.

Kirche Queidersbach (Foto: SWR)
Hier ist Pfarrer Asomugha eingesetzt - die katholische Kirche in Queidersbach.

Ein Sprecher des Bistums Speyer sagte dem SWR, ihm sei in den vergangenen Jahren kein vergleichbarer Fall begegnet. Was ihn stutzig mache, sei die Tatsache, dass in Queidersbach vor Pfarrer Asomugha bereits mehrere indische Kapläne im Einsatz gewesen seien. Damals seien aus der Gemeinde nie rassistische Äußerungen bekannt geworden.

Das Bistum Speyer hofft darauf, dass die Ermittlungen der Polizei Licht in die Geschichte bringen. Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen - zurzeit geht es um den Vorwurf der Sachbeschädigung. Allerdings werde auch geprüft, ob die Tat möglicherweise politisch motiviert gewesen sein könnte.

Gesprächsangebote für Pfarrer Asomugha

Der Sprecher des Bistums verwies auf seelsorgerische Experten des bischöflichen Ordinariats, mit denen der betroffene Pfarrer aus Queidersbach sprechen könne. Seinen Informationen nach habe es bereits Gespräche gegeben. Diese könnten ihm helfen, besser mit den Anfeindungen gegen ihn klar zu kommen.

Pfarrer Patrick Asomugha waren nach dem Besuch einer Veranstaltung am vergangenen Wochenende alle Reifen seines Autos zerstochen worden. Im Sommer stand er wegen angeblicher rassistischer Äußerungen gegen ihn schon einmal im Fokus der Medien - diese Äußerungen ließen sich aber nicht verifizieren.

STAND