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Kaiserslautern wird eine von bundesweit sechs Modellregionen für den neuen Mobilfunkstandard 5G. Für dessen Ausbau fließt ein hoher Millionenbetrag in die Region.

Kaiserslautern wird eine Modellregion für den Aufbau des neuen Mobilfunknetzes der 5. Generation (5G). Der Haushaltsausschuss des Bundestags gab dafür am Mittwoch die notwendigen Gelder in Höhe von insgesamt 44 Millionen Euro frei. Der Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) erklärte nach der Entscheidung, mit 5G biete sich "die große Chance, bürgernahe Digitallösungen nicht nur auszuprobieren, sondern auch umzusetzen". Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) sprachen von einem großen Erfolg für Rheinland-Pfalz.

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Damit fließe ein hoher Millionen-Betrag für den Ausbau des hochleistungsfähigen mobilen Internets in die Region, erklärte Dreyer. "Dass die Initiative von Hochschule und Stadt jetzt unmittelbar in und um Kaiserslautern umgesetzt werden kann, ist ein großer Erfolg für die Region und ein Gewinn für unser ganzes Land."

Forschungsschwerpunkt in der Informationstechnik

OB Weichel wies auf den langjährigen Forschungsschwerpunkt von Kaiserslautern in der Informationstechnik und Künstlicher Intelligenz hin. "5G wird Forschung und daraus entstandene Anwendungen miteinander verknüpfen und Praxisrelevanz geben." Kaiserslautern habe mit seinem Konzept überzeugen können und dafür den Zuschlag für den sofortigen Projektstart erhalten, erklärte die Stadt.

Immer noch Funklöcher im Land

In Rheinland-Pfalz gibt es im Hunsrück, an der Grenze zu Luxemburg oder in der Südwestpfalz immer noch Kommunen ganz ohne Mobilfunknetz. Die Landesregierung zögert jedoch mit finanzieller Hilfe und sieht den Bund in der Pflicht.

Zu den insgesamt sechs vom Bund geförderten Modellprojekten gehören auch der "5G Industry Campus Europe - Aachen", die bayerische Region Amberg-Weiden mit einem Schwerpunkt auf Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum sowie Süd-Ost-Niedersachen mit Wolfsburg und Braunschweig.

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