150 Leute fordern den Sturz des Systems

Proteste gegen Regime im Iran auch in Mainz

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Die iranische Bevölkerung wehrt sich gegen das Regime - und das wiederum hetzt seine Sicherheitskräfte auf das eigene Volk. Proteste dagegen gibt es auch in Rheinland-Pfalz.

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Den Iranerinnen und Iranern geht es um den Sturz des Systems und um eine bessere Zukunft für die Bevölkerung im Iran. Dafür demonstrieren auch in Rheinland-Pfalz immer wieder Menschen, so wie am Samstag etwa 150 in Mainz. Sie waren am Nachmittag in der Innenstadt zusammengekommen. Mit dabei war auch die 22-jährige Sarah. Den Nachnamen möchte sie aus Angst nicht nennen. Ihre Eltern sind zwar vor 25 Jahren aus dem Iran geflohen. Aber ein Teil der Verwandtschaft lebt noch dort.

Aufmerksamkeit für die Situation im Iran

Auch Sarahs Familie im Iran hat sich vergangene Woche an Protesten gegen das Mullah-Regime beteiligt. Ihr Onkel sei dabei schwer verletzt worden. Man habe ihm zweimal ins Gesicht geschossen.


"Wir möchten vor allem Aufmerksamkeit. Also nicht nur von den Mainzern, sondern auch von allen Städten hier in Deutschland. Wir müssen alle aufmerksam auf diese Situation machen und allen Iranern im Iran helfen. Es ist wichtig, dass alle wissen, was passiert. Und wir hoffen, dass wir etwas ändern können."

Helfen kann Sarah ihrem Onkel nicht. Aber untätig möchte sie auch nicht sein. Darum wird sie weiter auf die Straße gehen und demonstrieren. Gegen das Regime und für mehr Grundrechte im Iran.

Ausgelöst wurden die Proteste, nachdem eine junge Frau in Polizeigewahrsam gestorben war. Sie war festgenommen worden, weil sie ihr Kopftuch nicht korrekt getragen hatte.

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SWR