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Die Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz beteiligen sich in der Corona-Krise an einem zentralen Register für Intensivbetten. Dazu wurden sie von der Landesregierung verpflichtet.  

Demnach müssen die Kliniken fortlaufend, mindestens einmal am Tag, die Corona-Fallzahlen, die belegten und verfügbaren Intensivbetten sowie die belegten und verfügbaren Beatmungsplätze melden. Die entsprechende Verordnung ist laut rheinland-pfälzischem Gesundheitsministerium Anfang dieser Woche (31. März) in Kraft getreten.

Bis zum Freitag, 3. April, meldeten etwa 40 Krankenhäuser an das DIVI-Register. Man gehe davon aus, dass im Verlauf der kommenden Woche alle Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz in der Lage seien, Daten zu melden, heißt es aus dem Ministerium in Mainz. 

Baden-Württemberg mit eigenem Meldesystem

In Baden-Württemberg gibt es keine entsprechende Verordnung, die die Krankenhäuser zur Meldung an das DIVI-Register verpflichtet. Das Land wird ein eigenes Meldesystem mit der Bezeichnung "Covid-19-Resource-Board" für die Verteilung freier Intensivbetten einführen. Mit Hilfe des neuen Meldesystems des Sozial- und Innenministeriums lässt sich in Echtzeit feststellen, wo es im Land noch freie Intensivbetten für schwer erkrankte Corona-Patienten gibt.

Das bundesweite Register baut die Deutsche Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) zusammen mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) auf. Die Internet-Plattform zeigt unter anderem, wie viele Intensivbetten aktuell in den Bundesländern für die Behandlung von schwerkranken Corona-Patienten zur Verfügung stehen. Hintergrund ist, dass die Zahl der Infizierten steigt und damit auch die Zahl der schwerkranken Fälle, die auf einer Intensivstation behandelt werden müssen. Ein DIVI-Sprecher sagte dem SWR, das Meldesystem sei Mitte März gestartet und die Zahl der teilnehmenden Krankenhäuser steige jeden Tag.

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