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Am 4. Januar ist die Vergabe für Impftermine in Rheinland-Pfalz gestartet. Rund eine Woche danach berichten mehrere Nutzer dem SWR von technischen Schwierigkeiten bei der Online-Anmeldung.

Leider sei das reibungslose Vereinbaren eines Termins über die Webseite "Theorie", schreibt etwa ein Nutzer aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm. "Wenn ich mich anmelde, werden zwar meine Kontaktdaten aufgenommen - aber dann kommt eine neue Meldung und es geht wieder von vorne los." Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums teilte dem SWR auf Nachfrage allerdings lediglich mit, dass kleinere Probleme, "die zum Start solcher Großprojekte auch ob des großen Andrangs unweigerlich auftreten", schnell behoben werden konnten.

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Der Ansturm auf die Terminvergabe sei jedoch besonders zu Beginn sehr groß gewesen. Die Zahlen der Zugriffe online und die Zahl der Anrufe bei der Hotline variierten nach Angaben des Gesundheitsministeriums dabei: "Über das Call-Center haben wir bis zu 160.000 Anrufe pro Tag. Hinzu kommen aktuell rund 500.000 Formularzugriffe pro Tag." In den Stoßzeiten tagsüber werden bis zu 60.000 Zugriffe pro Stunde registriert.

Mehr Personal soll kommen

Die Dienstzeiten der Hotline seien deshalb bereits verlängert worden. Das Callcenter ist unter der Nummer 0800 / 57 58 100 montags bis freitags von 7 bis 23 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr erreichbar. Das Ministerium bittet darum, dass auch die Randzeiten der Hotline, ab 21 Uhr, genutzt werden. "Des Weiteren wird daran gearbeitet, die einzelnen Terminvergabegespräche zeitlich noch effizienter zu gestalten. Aktuell wird auch an einem Ausbau der Personalkapazitäten gearbeitet, eine Umsetzung dürfte in den kommenden Tagen erfolgen."

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Das Ministerium ruft dennoch weiterhin alle, die über einen Internetzugang verfügen und zur Gruppe gehören, die zuerst geimpft wird, dazu auf, die Webseite zur Terminvereinbarung zu nutzen. In Rheinland-Pfalz gab es demnach am Donnerstagmorgen 163.555 vollständige Terminregistrierungen für einen Impftermin in einem der 31 Impfzentren.

Termine bis Mitte Februar vergeben - Registrierungen möglich

Bis Mitte Februar sind bereits alle verfügbaren Termine in den Impfzentren vergeben. Terminregistrierungen seien aber weiterhin möglich. Die Terminvergabe pausiere zwar aktuell, sei jedoch nicht eingestellt. Sobald wieder freie Termine zur Verfügung stünden, erhielten alle bereits registrierten Bürgerinnen und Bürger ohne weitere Aufforderung eine Mitteilung über den Termin per E-Mail und ebenfalls auf dem Postweg.

CDU-Vorsitzender Baldauf fordert Systemwechsel

"Da das Impfgeschehen in Rheinland-Pfalz in den nächsten Wochen und Monaten zunehmen wird, brauchen wir dringend einen Systemwechsel, der die Terminvergabe neu organisiert und koordiniert", erklärt derweil der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Christian Baldauf. Beim aktuellen Vergabesystem hake es an allen Ecken und Enden.

Baldauf schlägt vor, sich am zweistufigen Online-Registierungssystem des Freistaats Bayern zu orientieren. Das System bestehe aus den Stufen "Anmeldung" und "Terminvergabe". Nutzer melden sich mit den für die Priorisierung notwendigen Daten zur Impfung an. Registrierte Nutzer erhalten eine automatisierte Meldung via SMS oder E-Mail, sobald eine Terminauswahl zur Impfung für die betreffende Priorisierungsgruppe möglich ist. Die Vorteile liegen laut Baldauf auf der Hand: "So können wir die Überlastung aufgrund kurzzeitig sehr hoher Zugriffs- und Anrufzahlen verringern bzw. über einen längeren Zeitraum verteilen und die Personengruppen der nächsten Priorisierungsgruppe schnell über Impftermine informieren."

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