STAND

In Rheinland-Pfalz können sich ab heute auch Personen der Impfgruppe II für die Corona-Impfung anmelden. Dazu gehören etwa chronisch Kranke und Menschen, die Kontakt zu Pflegebedürftigen haben.

Chronisch Kranke müssen ihre Krankheit mit einem ärztlichen Attest nachweisen. Zum Impftermin müssten Unterlagen mitgebracht werden, die eine Vorerkrankung belegen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit.

Zu den anerkannten Vorerkrankungen der zweiten Priorisierungsgruppe zählen laut Ministerium unter anderem Trisomie 21, chronische Lungenerkrankungen, Demenz, geistige Behinderungen oder schwere psychiatrische Erkrankungen. Auch Menschen mit Diabetes oder Adipositas fallen in diese Gruppe.

Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen auch mit dabei

Anmelden können sich ab jetzt auch Menschen, die Kontakt zu Pflegebedürftigen haben. Dabei geht es zum Beispiel um Kinder, die regelmäßig ihre über 70-jährige pflegebedürftige Mutter besuchen. Maximal zwei Kontaktpersonen können sich in diesem Fall impfen lassen. Voraussetzung ist auch, dass die pflegebedürftige Person einen Pflegegrad hat und nicht in einer Einrichtung lebt. Die Pflegebedürftigkeit muss später beim Impftermin durch eine Kopie der Unterlagen zur Pflegestufe nachgewiesen werden.

Auch Kontaktpersonen von Schwangeren können sich ab jetzt zum Impftermin anmelden. Die Kontaktpersonen müssen dazu ein Formular ausfüllen. Gegebenenfalls muss dies durch Dokumente wie beispielsweise einer Kopie des Mutterpasses oder einer ärztlichen Bescheinigung ergänzt werden.

Die Registrierung ist online auf impftermin.rlp.de und laut Informationsportal der Landesregierung "zeitnach auch telefonisch" möglich.

Nächster "großer Schritt" bei den Impfungen

"Wir kommen bei den Impfungen weiter gut voran", sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Freitag. Zuvor hatte sie vom "nächsten großen Schritt" bei den Impfungen gesprochen. Bereits Ende Februar war die Terminvergabe unter anderem für Kita-Beschäftigte, Grundschullehrer, Hebammen und Beschäftigte im öffentlichen Gesundheitsdienst freigeschaltet worden.

Bisher seien in Rheinland-Pfalz (Stand: 1. März) insgesamt fast 360.000 Impfungen verabreicht worden, darunter rund 219.000 Erstimpfungen. Inzwischen hätten mehr als fünf Prozent der Bevölkerung zumindest eine Erstimpfung erhalten, so Bätzing-Lichtenthäler. Mit einer Quote von 3,4 Prozent der vollständig mit Erst- und Zweitimpfung geschützten Menschen sei Rheinland-Pfalz deutschlandweit weiter führend.

Mainz

Neue Impfreihenfolge in Rheinland-Pfalz Diese Berufsgruppen sollen schon ab 1. März geimpft werden

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat angekündigt, dass viele Lehrkräfte und Kita-Beschäftigte ab März geimpft werden sollen. Auch Hebammen können sich vorzeitig impfen lassen.  mehr...

Rheinland-Pfalz

Kampf gegen das Coronavirus Wie ist der Stand bei den Impfungen in Rheinland-Pfalz?

Seit Ende Dezember wird auch in Rheinland-Pfalz gegen das Coronavirus geimpft. Als erste wurden ältere Menschen in Seniorenheimen sowie Pflegepersonal geimpft. Nun sollen auch Menschen aus anderen Priorisierungsgruppen an die Reihe kommen. Wie aber ist es um die Impfstoffmenge bestellt?  mehr...

SWR Aktuell Rheinland-Pfalz SWR Fernsehen RP

Chronisch Kranke, Kontakte von Schwangeren Corona-Impfprogramm in Rheinland-Pfalz wird ausgeweitet

In Rheinland-Pfalz können sich chronisch Kranke und Menschen, die Kontakt zu Pflegebedürftigen haben, ab Samstag online für die Corona-Impfung anmelden. Das hat die Landesregierung mitgeteilt.  mehr...

STAND
AUTOR/IN