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Mehr als zehn Prozent der 4,1 Millionen Rheinland-Pfälzer sind gegen Corona geimpft. Im April sollen die Impfungen an Fahrt aufnehmen. Auch durch die Beteiligung der Arztpraxen.

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Alle über 80-jährigen Rheinland-Pfälzer sowie ein großer Teil aus der Prioritätsgruppe zwei sollen bis Ende April zumindest einmal gegen das Coronavirus geimpft sein.

Im April sei wöchentlich mit rund 108.000 bis 110.000 Impfdosen zu rechnen, damit lasse sich verbindlich planen, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) am Donnerstag in Mainz. Zum Vergleich: In dieser Woche seien rund 88.000 Impfungen geplant, in der nächsten etwa 77.000. Für Mai seien noch keine konkreten Liefermengen bekannt.

Arztpraxen beteiligen sich an Impfungen

Bätzing-Lichtenthäler bestätigte noch einmal, dass nach Ostern auch die Hausärzte in Rheinland-Pfalz mit Corona-Impfungen starten sollen. Die Impfdosen, die den Hausärzten dafür zur Verfügung stehen, sind allerdings sehr gering.

Nach dem Beschluss der Ministerpräsidenten und der Kanzlerin sollen die Arztpraxen von 5. April an auch 18 bis 24 Dosen pro Woche bekommen. Dafür müsse der Bund aber noch rechtliche Grundlagen schaffen. Bätzing-Lichtenthäler sagte, das sei deutlich weniger Impfstoff, als man sich wünsche. Zurzeit gebe es einfach zu wenig Impfstoff. Im Mai hofft das Ministerium auf deutlich mehr Impfstofflieferungen.

Mehr als 900 Arztpraxen hätten sich inzwischen für das Impfen bettlägeriger Menschen bei Hausbesuchen angemeldet. In dieser Woche seien bis zu 2.500 Impfungen geplant, möglich seien bald bis zu 4.500 Impfungen.

Keine Stornierungswelle nach Astrazeneca-Aussetzung

Die vorsorgliche Aussetzung des Impfstoffs von Astrazeneca für einige Tage habe das Tempo der Impfungen um mindestens eine Woche und damit viele Zehntausend Spritzen zurückgeworfen, sagte die Ministerin. Der befürchtete große Imageschaden für das Vakzin des schwedisch-britischen Herstellers sei aber ausgeblieben. "Wir haben keine Stornierungswelle."

Stand der Impfungen in Rheinland-Pfalz

Inzwischen habe mehr als jeder Zehnte der rund 4,1 Millionen Rheinland-Pfälzer zumindest eine Impfung bekommen, zwei Drittel davon in den Impfzentren, sagte die Ministerin. In den Alten- und Pflegeheimen seien inzwischen rund 90 Prozent der Bewohner und mehr als 82 Prozent der Mitarbeiter geimpft worden.

Aus den Berufsgruppen der Prioritätsgruppe zwei seien bereits 57.000 Menschen geimpft worden, darunter 23.000 Beschäftigte von Kitas und 19.000 Mitarbeiter von Grund- und Förderschulen. In der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen sollen die rund 20.000 Menschen bis Ende März geimpft sein.

Von den rund 360.000 Menschen zwischen 70 und 79 Jahren hätten sich inzwischen 250.000 registrieren lassen, eine Spritze bekamen bisher rund 16.000.

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