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Junge Menschen konnten sich eine Woche lang an vielen Hochschulen in Rheinland-Pfalz impfen lassen. Doch das Angebot wurde so schlecht angenommen, dass die Aktion bald für alle Altersgruppen geöffnet wurde.

30.000 Impfdosen Biontech hatte die rheinland-pfälzische Landesregierung für die einwöchige Aktion zur Verfügung gestellt. Pro Hochschul-Standort 5.000 Dosen. Die Zweitimpfungen sollen in fünf Wochen folgen.

Corona-Impfaktion für junge Leute in Rheinland-Pfalz

Die Impfaktion war ganz speziell an die Altersgruppe der 18- bis 27-Jährigen gerichtet. Für sie, die sich monatelang mit Senioren und besonders gefährdeten Gruppen solidarisch erklärt hatten, sollte etwas getan werden. Impfstoff war lange Zeit sehr knapp und sie hatten kein Impfangebot bekommen, damit andere geimpft werden konnten. Um so überraschender, dass das Angebot nun so zögerlich angenommen wurde.

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An den meisten Hochschulen wurde die Corona-Impfaktion schließlich für alle Altersgruppen ab 18 Jahren geöffnet, weil sich zu wenig junge Leute gemeldet hatten.

Impfaktion an Mainzer Uni begann mit langen Schlangen

Auf dem Mainzer Universitätscampus hatten sich am ersten Tag noch lange Schlangen gebildet. Schon morgens um 6.00 Uhr, zwei Stunden vor dem Start, hatten sich junge Leute angestellt. Aber dann ließ die Nachfrage nach. Ab Freitag durften auch Menschen, älter als 27 Jahre, sich um eine Impfung bemühen.

"Die Impfaktion an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist erfolgreich verlaufen“, sagte Präsident Georg Krausch. "Insgesamt werden voraussichtlich 4.000 Personen den Impfschutz durch diese Aktion erhalten haben. Auch wenn wir damit etwas unter den Möglichkeiten bleiben werden, letztlich zählt: Jeder einzelne Geimpfte ist gut."

Hochschulen in Rheinland-Pfalz öffnen Impfaktion für alle Altersgruppen

An der Universität Trier wurden in der Woche etwa 2.500 Studierende geimpft. Damit wurden dort nur die Hälfte der bereitgestellten Impfdosen verwendet.

Besonders gering war das Interesse an der Hochschule Landau. Dort haben sich rund 1.500 Menschen impfen lassen. Die Vorsitzenden des Allgemeinen Studierendenausschuss, Simone Mangold, vermutet: "Viele Studierende sind bereits geimpft gewesen - anderen war die Aktion zu kurzfristig, weil sie weit weg wohnten oder sie steckten gerade mitten in den Prüfungen."

Auch in Landau war die Impfaktion schon nach kurzer Zeit für alle Altersgruppen geöffnet worden. Sogar Jugendliche ab 16 durften sich - mit Einverständniserklärung der Eltern - impfen lassen.

Auch an der Universität Koblenz und der Technischen Universität Kaiserslautern hatten sich nur wenige junge Leute zwischen 18 und 27 Jahren für eine Corona-Schutzimpfung angemeldet. Auch hier wurde die Aktion für alle Impfwilligen geöffnet.

Voraussichtlich werden rund 20.000 Impfdosen von der Aktion übrig bleiben. Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium teilte mit, die Impfstoffe seien korrekt gelagert mehrere Monate haltbar. Sie werden jetzt an andere Impfstellen verteilt.

Die Landesregierung plant, Ende des Sommers ohnehin das Impfen gegen Covid-19 zu erleichtern. Dann soll es an viel mehr Orten als bisher ohne Voranmeldung möglich sein, sich impfen zu lassen.

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