Hundekot ist vielerorts ein Ärgernis (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Ralf Hirschberger)

Kommunen in Rheinland-Pfalz protestieren

Hundekot ist vielerorts ein Ärgernis

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Störende Häufchen am Straßenrand, in Parks oder auf Spielplätzen - Kommunen in Rheinland-Pfalz kämpfen gegen das Ärgernis Hundekot.

Hunde können nicht nur Freude hinterlassen - manchmal bleibt von den Vierbeinern nach dem Gassigehen ein störendes Häufchen. In Rheinland-Pfalz klagen zahlreiche Kommunen über Kot in Grünanlagen oder auf Bürgersteigen.

Hundekot "störend bis ekelerregend"

Aus Protest markierte Bürgermeisterin Beate Kimmel vor wenigen Tagen in Kaiserslautern demonstrativ Hundekot mit Fähnchen. "Wir wollen mit dieser äußerst unappetitlichen Aktion jedem deutlich machen, wie störend bis ekelerregend das Thema Hundekot erlebt wird", sagt Kimmel. "Schuld an dem Dilemma tragen die Zweibeiner am hinteren Ende der Leine."

Auch in anderen Orten stinkt es gelegentlich zum Himmel. "Ja, bei uns gibt es sporadisch Klagen über die Hinterlassenschaften der Vierbeiner", sagt etwa Pressereferent Thomas Knaak von der Stadt Koblenz. Das sei insbesondere bei Wiesen so, auf denen auch Kinder herumtollten.

"Das Ordnungsamt kontrolliert im Rahmen seiner Möglichkeiten auch in den Straßen und Anlagen", betont er. Zu Bußgeldern komme es, wenn Hund und Mensch auf frischer Tat ertappt würden.

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Mehr Haustier durch Corona

Bundesweit hat die Zahl der Hunde in Privathaushalten während der Pandemie zugenommen - viele Menschen gestalten sich die Corona-Zeit durch ein Haustier erträglicher. Mehr Hunde in Privathaushalten heißt nicht automatisch mehr Häufchen in öffentlichen Anlagen. Doch die Zahl ist ohnehin hoch.

Auch in der Landeshauptstadt Mainz sei es immer wieder ein Thema, sagt Stadtsprecher Marc André Glöckner. "Aber nicht so, dass es aktuell stark im Fokus steht." Das Ordnungsamt kontrolliere selbstverständlich und sanktioniere entsprechend. Verunreinigungen durch Hundekot auf Spielplätzen kosten 55 Euro Verwarnungsgeld.

"Dog-Stations" in Pirmasens

Pirmasens habe "zur Entsorgung der Tretminen" seit 2008 Tütenspender in Kombination mit einem Mülleimer angeschafft, sagt Stadtsprecher Maximilian Zwick. Im Stadtgebiet seien bisher knapp 45 "Dog-Stations" aufgestellt worden.

Vielerorts gebe es Beutel für Bellos Hinterlassenschaften. "Um die Problematik zu entschärfen, hat die Verwaltung bereits 2015 ein Konzept zum Bau von Hunde-Toiletten umgesetzt", erzählt Zwick. Es geht um zwei fest installierte Gruben.

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