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Die rheinland-pfälzischen Grünen haben die Mainzerin Tabea Rößner auf den Spitzenplatz ihrer Liste für die Bundestagswahl gewählt.

Ohne Gegenkandidatin erhielt die Bundestagsabgeordnete 83,6 Prozent der Stimmen von den 201 Delegierten des Landesparteitags.

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"Im Sommer machen wir einen Wahlkampf, der sich gewaschen hat", rief Rößner den meist digital zugeschalteten Delegierten aus einer ehemaligen Fabrikhalle in Mainz zu. Es werde "allerhöchste Zeit für eine grüne Bundesregierung und die ist diesmal drin". Mit Blick auf die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock fügte die 54-Jährige hinzu: "Mit unserer zukünftigen Kanzlerin Annalena machen wir den Unterschied - in Stil und Inhalt."

Startschuss zum Bundestagswahlkampf

Zum Parteitauftakt hatte schon Bundesgeschäftsführer Michael Kellner erklärt: "Lasst uns den Bundestagswahlkampf unseres Lebens führen." Für die Partei gebe es die neue Situation eines "Duells zwischen uns und der Union". In der Gesellschaft sei eine Veränderungsbereitschaft spürbar, die die Grünen als Adressaten habe.

Hoffen auf viel mehr Einfluss im Bundestag

Auf ein gutes Ergebnis bei der Bundestagswahl hofft auch der Landesvorsitzende Josef Winkler. Zum Auftakt des Landesparteitags malte er die Zukunftsvision von deutlich mehr Abgeordenten seiner Partei im nächsten Bundestag. Der Landesvorstand erwartet aufgrund der jüngsten Umfragen, dass es künftig vier bis sechs sein könnten. Bisher sind die Landesgrünen mit drei Abgeordneten im Bundestag vertreten.

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Lindner und Rüffer auf Plätzen zwei und drei

Auf Listenplatz zwei wurde der südpfälzische Bundestagsabgeordnete Tobias Lindner mit 79,1 Prozent der Stimmen gewählt. Listenplatz drei geht an die Bundestagsabgeordnete Corinna Rüffer aus Trier. Sie erhielt 69,2 Prozent der Stimmen. Auf den vierten Listenplatz kam der Neurologe Armin Grau aus Ludwigshafen (74,8 Prozent), auf dem fünften Listenplatz folgt die Landesvorsitzende Misbah Khan nach einem zweiten Wahlgang mit 55,1 Prozent. Rüffer hatte sich zuvor gegen Misbah Khan durchgesetzt. Gemäß der Satzung der Partei werden im Wechsel Frauen und Männer auf die Liste gewählt.

Wahl in digitaler Form

Die Wahl der Bewerber fand wegen der Corona-Pandemie in digitaler Form statt. Das bedeutet, dass die rund 200 Delegierten von zu Hause aus per Computer diskutierten und abstimmten. Die Bewerberinnen und Bewerber für die vorderen Listenplätze stellten sich in einer ehemaligen Fabrikhalle in Mainz vor. Die Bundestagswahl ist für den 26. September terminiert.

Mainz

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