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Vor dem Start des Wechselunterrichts in Rheinland-Pfalz rückt der Schutz vor Corona wieder in den Mittelpunkt. Die Gewerkschaft GEW fordert mehr Unterstützung für Lehrer.

"Lehrkräfte sind bis jetzt sehr auf sich selbst gestellt, wenn es um den Schutz ihrer Gesundheit am Arbeitsplatz Schule geht", bemängelte der GEW-Landesverband. An erster Stelle müsse die Ausstattung mit ausreichend vielen FFP2-Masken stehen. Außerdem müssten Luftfilteranlagen nachgerüstet werden, wo dies noch notwendig sei. Und schließlich müssten die seit dieser Woche möglichen Corona-Tests für Lehrkräfte fortwährend möglich bleiben. Die GEW plädiert zudem für freiwillige vorgezogene Impfungen für Lehrkräfte. Für den Arbeitsplatz Schule müsse es ein Impfkonzept geben.

Lehrer begrüßen Wechselunterricht

Aus pädagogischen Gründen trage die GEW den Einstieg in den Wechselunterricht mit häuslichem und schulischem Lernen grundsätzlich mit. Bei Lehrkräften an den Grundschulen überwiege die Überzeugung, dass Präsenzunterricht in Form von Wechselunterricht dem Fernunterricht vorzuziehen sei, erklärte die Gewerkschaft.

In Abweichung von den Bund-Länder-Beschlüssen ist an den Grundschulen in Rheinland-Pfalz schon ab kommendem Montag Wechselunterricht möglich. Dabei werden die Klassen geteilt, immer nur eine Gruppe wird in der Schule unterrichtet, die andere bleibt im Fernunterricht. Die Eltern können wählen, ob ihr Kind die Schule besucht, denn die Präsenzpflicht bleibt an den Grundschulen wie an den weiterführenden Schulen bis 14. Februar aufgehoben.

Land erlaubt flexiblen Umgang mit Lehrplänen

Angesichts der Herausforderung durch den Fernunterricht erlaubt das Land den Schulen in diesem Schuljahr einen flexibleren Umgang mit Lehrplänen. Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) sagte, man habe die Schulen schon vor Beginn des Jahres gebeten, sich auf die Kerninhalte zu beschränken. Dadurch könne der Stoff vermittelt werden, der notwendig sei, damit die Schüler in ihrer Schullaufbahn weiterkämen.

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GEW-Landeschef Klaus-Peter Hammer ging weiter: Er forderte, die Leitlinien der Schulen auf den Prüfstand zu stellen. "Es lohnt sich darüber nachzudenken: Welchen Bildungsauftrag haben Schulen?", so Hammer. Gehe es nur darum, abprüfbares Wissen zu vermitteln? Oder gehe es auch um andere Dinge?

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