Ein Schüler und ein Lehrer in einem Klassenzimmer. Lehrer schaut Kind über die Schulter. Beide tragen Mundschutz. (Foto: dpa Bildfunk,  picture alliance dpa Marijan Murat)

Umfrage zu Arbeitsbelastung an Schulen

GEW: Lehrer in Rheinland-Pfalz "sind einfach platt"

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Die Lehrergewerkschaft GEW beklagt eine zunehmende Arbeitsbelastung an den Schulen in Rheinland-Pfalz. Besonders zwei Schultypen seien betroffen.

"Die Schulen stehen mit dem Rücken zur Wand", kritisierte der GEW-Landesvorsitzende Klaus-Peter Hammer am Freitag. Dies treffe insbesondere auf Grundschulen sowie Förder- und Schwerpunktschulen für Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung zu. Die Gewerkschaft fordert mehr Personal, eine bessere Bezahlung und eine zusätzliche Ausbildung in Koblenz für das Lehramt an Förderschulen.

Das rheinland-pfälzische Bildungsministerium hat in diesem Schuljahr 345 Stellen für Lehrkräfte neu eingerichtet, darunter 100 beim Vertretungspool für Lehrkräfte. Dies sei aber nicht ausreichend, erklärte der Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

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Vermehrt Gefährdungsanzeigen an Grundschulen

An den Grundschulen komme es vermehrt zu sogenannten Gefährdungsanzeigen, sagte Christian Gerteis vom GEW-Kreisvorstand in Trier. Die Lehrkräfte sagten dann: "Wir werden krank bei diesen Bedingungen, wir können so nicht weiterarbeiten." Es sei zwar richtig, dass alle Planstellen besetzt worden seien. Wenn aber jemand länger ausfalle, etwa wegen Mutterschutzes oder Elternzeit, "kann niemand neu eingestellt werden, weil die Personen nicht da sind".

Der Vertretungsbedarf werde mangels ausgebildeter Lehrkräfte teilweise mit Studentinnen und Studenten gedeckt. "Wir machen dann eine Ausbildung von Studierenden bei uns an der Schule", sagte Gerteis. "Das führt dazu, dass die Kollegen und Kolleginnen einfach platt sind."

GEW: Inklusion kann kaum gelingen

Noch dramatischer sei die Situation an den Förder- und Schwerpunktschulen. Hier gebe es oft keine Bewerber für Planstellen. Dieser Mangel bedeute, dass die Schulen nicht mit den nötigen Fachkräften ausgestattet seien, sagte die stellvertretende GEW-Vorsitzende Birgit Wolsdorfer. Inklusion könne so kaum gelingen.

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