Zwei Polizisten kontrollieren nach tödlichen Schüssen auf zwei Kollegen ein Auto (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

Polizisten bei Kusel getötet

Polizei nimmt zwei Tatverdächtige fest

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Nach den tödlichen Schüssen auf eine Polizistin und einen Polizisten im rheinland-pfälzischen Kreis Kusel sollen die beiden Tatverdächtigen heute dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Die Männer waren im Saarland festgenommen worden.

Gegen Mittag wollen sich die Ermittler in Kaiserslautern zum aktuellen Stand der Ermittlungen äußern. Der SWR überträgt die Pressekonferenz live.

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Wie die Polizei mitteilte, laufen die Fahndungsmaßnahmen aber noch, weil nicht ausgeschlossen werden könne, dass es weitere Mittäter gebe. Vorab hatte es eine öffentliche Fahndung gegeben.

Ein 38-jähriger Mann stellte sich nach der öffentlichen Fahndung der Polizei. Ein Polizeisprecher sagte, er habe sich über seine Anwältin bei der Polizei gemeldet und sei dann vor einem Haus in seinem Heimatort Sulzbach von einer Spezialeinheit widerstandslos festgenommen worden.

Bei dem Mann soll es sich um einen Geschäftsmann handeln, dessen Firma vor Kurzem Insolvenz angemeldet hat. Zu einem früheren Zeitpunkt sei er der Polizei wegen Unfallflucht aufgefallen.

Zweiter Verdächtiger im gleichen Haus festgenommen

Der zweite Tatverdächtige wurde später im gleichen Haus ebenfalls widerstandslos festgenommen. In welchem Zusammenhang er zu den tödlichen Schüssen auf die 24 Jahre alte Polizeianwärterin und den 29 Jahre alten Oberkommissar stehe, müssten die Ermittlungen ergeben. Auch er habe sich zunächst nicht zur Sache geäußert. Über ihn ist nur bekannt, dass er 32 Jahre alt ist.

Bei einer Durchsuchung seien unter anderem Waffen sichergestellt worden. In welchem Zusammenhang sie mit der Tat stehen, müsse ebenfalls noch geklärt werden, so die Polizei.

Verdächtiger durfte keine Waffen mehr besitzen

Nach dpa-Informationen hatte die Polizei am Tatort in der Pfalz Papiere des verdächtigen 38 Jahre alten Mannes gefunden. Nach Auskunft des Deutschen Jagdverbands hat er keinen gültigen Jagdschein. Zweimal sei ihm zudem die waffenrechtliche Zuverlässigkeit entzogen worden - zuletzt 2020. Damit durfte der Saarländer legal keine Waffen besitzen. Beruflich ist er laut Polizei als Wildhändler tätig.

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