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In den Einrichtungen für Geflüchtete in Rheinland-Pfalz zeichnet sich eine relativ geringe Impfbereitschaft ab. Das teilte die die zuständige Aufsichtsbehörde ADD in Trier mit.

In den großen Erstaufnahmestellen des Landes hätten durchschnittlich 30 Prozent der "impffähigen" Bewohner von dem Angebot Gebrauch gemacht, so die Behörde. Impfteams waren bereits in allen Landes-Erstaufnahmestellen in Trier, Speyer, Hermeskeil und Kusel. Die Impfungen von Bewohnern der kommunalen Sammelunterkünfte laufen noch.

Gerüchte und Verschwörungstheorien im Umlauf

Nach Angaben der ADD stieß die Impfkampagne des Landes bei manchen Bewohnern auf Vorbehalte. So würden beispielsweise im Internet Gerüchte verbreitet, dass mit einer Impfung die Wahrscheinlichkeit einer Abschiebung steige oder dass die Bewohner als Testpersonen für die Wirksamkeit der Vakzine missbraucht werden sollen.

Durch gezielte Informationspolitik - insbesondere durch Muttersprachlerinnen - sei es aber gelungen, die Akzeptanz der Impfung deutlich zu steigern, so die ADD. Auch Vorteile einer Impfung für ihren Alltag seien den Bewohnern dargelegt worden. So gebe es Überlegungen, Gemeinschaftsräume, Sportangebote oder Deutschkurse für Geimpfte wieder zu öffnen.

Prio-Gruppe 2 für Geflüchtete

Aufgrund der beengten Wohnverhältnisse wurden die Bewohner von Flüchtlingsunterkünften in der Corona-Krise vom Bund als Personen eingestuft, die mit hoher Priorität geimpft werden sollten. In Rheinland-Pfalz hatten die Impfungen in den Erstaufnahmestellen allerdings erst Mitte Mai begonnen.

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