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Bischöfe in Rheinland-Pfalz haben am Samstag der Corona-Opfer gedacht. Im Mainzer Dom hatte Bischof Peter Kohlgraf schon am Vormittag zu einer Gedenkmesse geladen. Auch in anderen Teilen Deutschlands wurde in Gottesdiensten der Corona-Toten gedacht.

Viele Menschen hätten in den letzten Monaten Trauer und Einsamkeit erfahren, sagte Kohlgraf in seiner Predigt. Aber es habe auch viel Rücksicht und Solidarität gegeben. Man solle in diesen Zeiten das Danken nicht vergessen, zum Beispiel für die wissenschafltichen Gaben des Menschen und die schnelle Entwicklung eines Impfstoffes, sagte Kohlgraf. Der Gottesdienst unter dem Motto "Weder Tod noch Leben können uns scheiden von der Liebe Gottes" wurde als Livestream und auf den Social-Media-Kanälen des Bistums übertragen. Kohlgraf hatte zu der Gedenkmesse unter anderem Ärztinnen, Pfleger und Kulturschaffende eingeladen.

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Bätzing würdigt Dienst von Medizinern und Pflegekräften

Auch in anderen Kirchen in Rheinland-Pfalz wurde an die Corona-Opfer erinnert. Im Trierer Dom hat Bischof Stephan Ackermann mit einem Mittagsgebet der Toten gedacht.

In Limburg erinnerte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, an die Schicksale der Verstorbenen und ihrer Angehörigen. Bätzing erwähnte auch den "aufopferungsvollen Dienst" von Ärztinnen und Ärzten, Pflegerinnen und Pflegern. "Hinter diesen kaum begreiflichen Zahlen der Toten stehen einzelne Schicksale", sagte er. "Im Gebet sind wir unseren Verstorbenen nah."

Zugleich lud der Limburger Bischof dazu ein, sich Zeit zum Abschiednehmen und Trauern zu nehmen: "Der Blick auf das Kreuz und auf Ostern, auf das Fest der Auferstehung Christi, möge Sie trösten und Kraft schenken."

Europäische Bischöfe initiierten das Gedenken an die Corona-Opfer

Die bundesweiten Gottesdienste mit den katholischen deutschen Bischöfen gehen auf eine Initiative des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) zurück. Dieser hatte dazu aufgerufen, an jedem Tag der Fastenzeit in einem europäischen Land an die Opfer der Corona-Pandemie zu erinnern. Den Anfnag machte Albanien am 17. Februar. Deutschland folgte als zweites Land in Europa.

Maas für gemeinsames Corona-Gedenken in der EU

Unterdessen sprach sich Bundesaußenminister Maas für ein gemeinsames europäisches Gedenken an die Corona-Opfer aus. Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte Maas, das wäre ein sichtbares Zeichen, dass Europa die Pandemie gemeinsam bekämpfe und auch in der Trauer um die Opfer vereint sei. Maas erinnerte daran, dass die EU-Staaten von der Wirtschaftshilfe über die Impfstoffbeschaffung bis hin zur wechselseitigen Aufnahme von Intensivpatienten zusammenarbeiten. Ein europäischer Trauerakt würde die vielen Opfer im gemeinsamen Gedächtnis verankern, erklärte der Außenminister.

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