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Der Start der Weinlese für den Federweißen wurde am Montag in der pfälzischen Gemeinde Weisenheim am Sand (Kreis Bad Dürkheim) gefeiert - drei Tage früher als im vergangenen Jahr.

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Im Weingut Schwindt in Weisenheim am Sand wurden unter anderem Trauben der Sorten Solaris und Ortega geerntet. Sie kamen bei einer Messung auf ein Mostgewicht von rund 75 bis 80 Oechsle. "Das ist optimal und mehr als ausreichend", sagte Winzer Michael Schwindt. Der Wert gibt die Menge des Zuckergehalts im Traubensaft an.

"Der frühe Lesebeginn war abzusehen, weil wir einen der frühesten Austriebe hatten", erklärte Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut (DWI) in Bodenheim. Für den Federweißen werden vor allem früh reifende Rebsorten genutzt.

Früher Lesebeginn macht deutschen Federweißen konkurrenzfähiger

Der frühe Lesebeginn begünstigt laut DWI den deutschen Federweißen im Wettbewerb mit Importen aus Italien und anderen südeuropäischen Ländern. Jährlich werden über den Handel bundesweit schätzungsweise elf Millionen Liter Federweißer vertrieben. Der Federweißer - auch Rauscher genannt - wird in allen 13 Weinanbaugebieten in Deutschland hergestellt und meist im Direktvertrieb der Winzer oder auch im regionalen Handel verkauft. In den bundesweiten Handel kommt vor allem Federweißer aus der Pfalz und Rheinhessen, den beiden größten deutschen Anbaugebieten.

Anders als Wein handelt es sich beim Federweißen um Frischware mit besonderen Anforderungen an die Logistik, etwa einer ununterbrochenen Kühlkette. Die Flaschen sind nur locker mit einer luftdurchlässigen Kapsel verschlossen. Dabei hat die Gärung gerade erst eingesetzt, sodass nach dem Flaschenkauf empfohlen wird, den Federweißen noch einen Tag bei Zimmertemperatur gären zu lassen, bis ein Alkoholgehalt von etwa fünf bis sechs Volumenprozent erreicht ist.

Den Beginn der Hauptlese erwartet das DWI für Ende August oder Anfang September.

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