Rund 1500 Menschen haben am Freitag in Mainz für einen beschleunigten Klimaschutz und gegen den Krieg in der Ukraine demonstriert. Hier heben sie ein Plakat mit den Worten "Eltern wählen für ihre Kinder" hoch. (Foto: SWR)

Fridays for Future fordern Stopp von Energie aus Russland

Tausende gehen in RLP fürs Klima und die Ukraine auf die Straße

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Aufstehen für das Klima und für die Ukraine. Dazu haben die Aktivistinnen und Aktivisten von Fridays for Future bundesweit aufgerufen. Auch in Rheinland-Pfalz folgten viele dem Aufruf.

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Etliche Schülerinnen und Schüler gingen in Rheinland-Pfalz für den Klimaschutz und gegen den Ukraine-Krieg auf die Straße. In Mainz demonstrierten am Freitag rund 1.500 Menschen für einen beschleunigten Klimaschutz und gegen den Krieg in der Ukraine. Der Krieg zeige, dass der Umbau auf erneuerbare Energien schneller vonstatten gehen müsse, sagte der Mitinitiator der Mainzer Gruppe von Fridays for Future (FFF), Stadtratsmitglied Maurice Conrad. "Mit Gas ist keine Zukunft zu machen." Er sprach sich für eine möglichst baldige Einstellung der Öl- und Gaslieferungen aus Russland aus.

Bundesweit sind am 25. März wieder junge Menschen - wie hier in Mainz - auf die Straße gegangen, um fürs Klima zu kämpfen - und für die Ukraine.  (Foto: SWR)
Bundesweit sind am 25. März wieder junge Menschen - wie hier in Mainz - auf die Straße gegangen, um fürs Klima zu kämpfen - und für die Ukraine.

In Ludwigshafen strömten bereits am Vormittag hunderte junger Menschen zum Berliner Platz - in kleinen und in großen Gruppen, mit und ohne Lehrkräfte. 

Ludwigshafen

Aktionen in Vier Städten der Pfalz Fridays for Future in der Pfalz: Gegen den Klimawandel und den Ukraine-Krieg

Hunderte von Schülern und Schülerinnen sind in der Pfalz für den Klimaschutz und gegen den Ukraine-Krieg auf die Straße gegangen. Die große Resonanz hat selbst einige Veranstalter überrascht.

In Trier forderten die fast 500 Demonstranten, auf Öl, Gas und Kohle zu verzichten. Diese Energieträger würden nicht nur die Erdatmosphäre aufheizen, sondern begünstigten auch Kriege und Konflikte. Die Politik müsse weg von einem System der kurzfristigen Profite und hin zu mehr Klimaschutz.

In Landau versammelten sich rund 400 Jugendliche auf dem Rathausplatz. Da die Kundgebung und der große Marsch durch die Stadt insgesamt vier Stunden lang dauern sollte, hofften die Veranstalter nach Schulschluss auf noch mehr Teilnehmer.

Auch in Kaiserslautern, Frankenthal und in Neustadt wurde gegen den Klimawandel und den Krieg demonstriert. In ganz Deutschland gab es in rund 300 Städten Demonstrationen. Die Veranstalter sprachen am Freitagnachmittag von rund 220.000 Teilnehmenden. Demnach sollten sich allein in Berlin mehr als 22.000 Menschen an den Aktionen beteiligen.

Fokus auf der Ukraine

Bei den Veranstaltungen für Klimaschutz stand dieses Mal der Krieg in der Ukraine im Fokus. Luisa Neubauer von Fridays for Future Deutschland forderte etwa ein Energie-Embargo, also einen Importstopp von russischem Gas, weil dadurch Putins Angriffskrieg mitfinanziert werde.

Einen Monat Angriffskrieg. Ein Monat lang keine Energie-Embargo. Stattdessen wurden täglich weitere hunderte Mio. Euro an Putin überwiesen, jeden Tag über 1500 neue Öl/Gas-Heizungen in deutschen Häusern installiert, nicht mal mehr für ein Tempolimit hat es gereicht.

Die Bewegung ruft seit ihrer Entstehung zu einem Ende der Abhängigkeit von fossilen Energien auf. Ein sozial gerechter Energiewandel sei jetzt nötig. Der Einsatz für den Klimaschutz könne nicht warten, bis die Zeiten wieder friedlicher sind, heißt es.

Konsequenzen aus den Sanktionen So trifft der Ukraine-Krieg die Wirtschaft im Südwesten

Die Sanktionen der EU gegen Russland betreffen auch die Unternehmen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Mehr oder weniger heftig, wie diese Beispiele zeigen.

Mainz

Lebensmittelversorgung und Ukraine-Krieg Landwirte in RLP wollen auf Brachen Mais und Soja anbauen

Die Ukraine gilt als Kornkammer Europas. Wegen des Krieges drohen vor allem in Afrika Hungersnöte. Landwirte in Rheinland-Pfalz fordern deshalb, stillgelegte Felder für die Produktion von Nahrungsmitteln freizugeben.

Erster Evakuierungsflug in Frankfurt gelandet Geflüchtete aus Moldau in AfA Bitburg untergebracht

Erstmals hat ein Flugzeug Ukraine-Flüchtlinge aus Moldau nach Deutschland gebracht. Der Flieger landete am Freitagabend. Dann ging es für die Menschen mit dem Bus zur Erstaufnahme nach Bitburg in der Eifel.

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