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Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat am Sonntag die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus erneut verschärft. Soziale Kontakte werden weiter beschränkt. Das müssen Sie jetzt wissen.

Soziale Kontakte drastisch eingeschränkt

Sowohl im öffentlichen Raum als auch privat dürfen Menschen ab Dienstag, 0:00 Uhr, nur noch mit einer weiteren Person unterwegs sein. Ausnahmen gelten für Familien oder für Menschen, die zusammen in einem Hausstand leben. Zur Arbeit gehen, einkaufen, zum Arzt oder auch joggen - all das ist erlaubt, aber nicht in Gruppen.

Sicherheitsabstand ist Pflicht

Draußen müssen die Menschen auf Distanz gehen: 1,5 Meter Abstand sind Pflicht.

Dienstleister der Körperpflege müssen schließen

Bereits zuvor waren Thermen, Solarien, Wellnessanlagen, Bibliotheken, Sportboothäfen, Fahrschulen und ähnliche Betriebe geschlossen worden. Nun müssen auch:

  • Frisörläden
  • Kosmetikstudios
  • Massagestudios
  • Tattoostudios
  • Nagelstudios

ihre Türen schließen. Es geht dabei um Betriebe im Bereich der Körperpflege, in denen ein enger Kontakt zu den Kunden besteht. Ausnahme: Medizinische Behandlungen, zum Beispiel in der Fußpflege, sind weiter erlaubt.

Schließung von Gastronomiebetrieben

Restaurants, Cafés, Eisdielen und andere Gastronomieberiebe müssen geschlossen bleiben. Erlaubt ist allein die Lieferung oder die Abholung von mitnahmefähigen Speisen, die zuhause verzehrt werden. Jeglicher Verzehr vor Ort ist verboten.

Weiter geöffnet

Supermärkte, Wochenmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser oder Baumärkte sind weiter geöffnet. In diesen wie in allen anderen Betrieben müssen die Hygienevorschriften eingehalten werden.

Verschärfte Regeln für Pendler

Seit Samstag gibt es bereits Verschärfungen für den Grenzverkehr mit Frankreich. Beschäftigte und Berufspendler aus RKI-Risikogebieten wie zum Beispiel Grand Est haben zwar weiterhin die Möglichkeit, ihrer Berufstätigkeit in Rheinland-Pfalz nachzugehen. Sie müssten sich aber unmittelbar zum Arbeitsort oder zum Wohnort begeben. Sie dürfen diese Fahrten weder zum Einkaufen noch zu Freizeitzwecken unterbrechen oder aus diesen Gründen unternehmen.

Hohe Bußgelder bei Verstößen

Die Landesregierung hatte bereits bei vorhergehenden Erlassen mitgeteilt, dass hohe Bußgelder drohen, wenn Menschen aus den vom Robert-Koch-Institut benannten Risikogebieten wie Grand Est in Frankreich in Rheinland-Pfalz angetroffen werden. Ab Montag, den 23. März 2020, können demnach Bußgelder von bis zu 25.000 Euro verhängt werden.

Reisende aus Riskogebieten dürfen nicht nach Rheinland-Pfalz

Jegliche Einreise aus einem Risikogebiet nach Rheinland-Pfalz ist nicht erlaubt. Auch der Transit aus Risikogebieten durch Rheinland-Pfalz hindurch ist nicht erlaubt. Ausnahmen gelten für Berufspendler. Sie müssen jedoch bei Fahrten zur Arbeitsstelle eine ausgefüllte und unterschriebene Pendlerbescheinigung der Bundespolizei mitführen. Diese Bescheinigungen können auf den Seiten der Bundespolizei heruntergeladen werden.

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