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Angesichts der massiven Waldschäden infolge des Klimawandels sollen Waldarbeiter im rheinland-pfälzischen Staatswald keine alten Buchen mehr fällen. Die Maßnahme dient dem Hitzeschutz.

Der Einschlagstopp bis zum Ende der Vegetationsperiode 2021 solle dazu beitragen, das Kronendach von Buchenwäldern möglichst geschlossen zu halten, teilte das rheinland-pfälzische Forstministerium am Donnerstag mit. Sonneneinstrahlung und Hitzeeinwirkung auf die Bäume und das Waldökosystem sollten so verringert werden.

Buchen leiden unter Sonnenbrand

"Landesweit sieht man derzeit Buchen mit aufgeplatzter Borke durch Sonnenbrand, verfärbten Blättern oder sogar komplett kahle Bäume", erklärte Forstministerin Ulrike Höfken (Grüne). "Nicht alle dieser Bäume sind bereits abgestorben. Doch eben davor wollen wir sie mit einem vorläufigen Fällstopp bewahren, damit der Wald weiterhin mit all seinen Leistungen für Mensch, Klima und Umwelt erhalten bleibt."

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Der Schutz gilt ihren Worten zufolge für mehr als 100 Jahre alte Buchen im Staatswald, die keine Gefahr für Menschen darstellen oder Baumnachwuchs oder lichtbedürftige Mischbaumarten bedrängen - und die zusammen ein vor Sonneneinstrahlung schützendes Kronendach bilden.

Auch Fichten werden in Rheinland-Pfalz nicht mehr gefällt

Fast jeder vierte Baum in Rheinland-Pfalz ist eine Buche. Gerade alte Exemplare dieser Baumart leiden laut Forstministerium unter Trockenheit. Es fehle ihnen dann beispielsweise die Saugkraft, Wasser in große Höhen zu transportieren. Anders als etwa Eichen hätten Buchen auch nur eine dünne Borke: "Sie können daher schneller Sonnenbrand bekommen", so das Forstministerium. Dann könnten Fäulnispilze in das Holz eindringen und den Baum absterben lassen.

Waldarbeiter fällen dem Ministerium zufolge derzeit auch keine gesunden Fichten mehr. Der Holzmarkt ist wegen des vielen Schadholzes überlastet. Fichten werden den Angaben nach nur noch gefällt, "wenn sie vom Borkenkäfer angegriffen sind und von ihnen ein Ansteckungsrisiko für andere Bäume ausgeht".

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