STAND

Das Coronavirus legt das öffentliche Leben im Land lahm. Hier die Entwicklungen bis zum 29. März.

Dienstag (24. März)

+++ Corona-Abend-Update bei Facebook +++
21:50 Uhr

Unser Corona-Abend-Update vom 24. März für Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz:

Dauer

+++Baldauf: Wichtig, an einem Strang zu ziehen+++
20:00 Uhr

Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Christian Baldauf, sagte zu dem milliardenschweren Nachtragshaushalt gegenüber dem SWR: "In dieser Zeit ist es wichtig, dass wir an einem Strang ziehen. Deshalb haben wir uns selbstverständlich auch bereit erklärt, den Nachtragshaushalt schnell einzubringen und zu verabschieden. Es sind einige Punkte, die wir noch hinterfragen wollen. Für uns ist es ganz wichtig, dass es gerade für den kleinen und mittleren Mittelstand eine schnelle, eine einfache und eine direkte Hilfe gibt - ohne Rückzahlungsverpflichtung."

+++ Drei Regierungsmitglieder mit mittelbarem Kontakt zu Infizierten +++
17:40 Uhr

Drei Mitglieder der Landesregierung haben mittelbaren Kontakt mit positiv getesteten Menschen gehabt. Das teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Es handele sich um Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Innenminister Roger Lewentz (alle SPD). Alle drei seien als "Kontaktpersonen der Kategorie II" eingestuft worden. Das bedeute, dass sie konsequent Abstand zu anderen halten und auf “längere Präsenzbegegnungen“ verzichten müssten. Die 14-Tage-Frist für diese Maßnahmen laufe Anfang kommender Woche ab.

+++ Fußball-Bundesliga soll länger pausieren +++
17.30 Uhr

Die Zwangspause in der Fußball-Bundesliga und 2. Liga verlängert sich mindestens bis zum 30. April. Einen entsprechenden Vorschlag erarbeitete am Dienstag das Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL). Zu Beginn der kommenden Woche müssen die 36 Klubs der beiden Ligen bei einer außerordentlichen DFL-Mitgliederversammlung der Empfehlung zustimmen - das dürfte laut dem Sportinformationsdienst aber nur Formsache sein.

+++ Abiturprüfungen reibungslos verlaufen +++
17:15 Uhr

Einen Tag vor dem Ende der mündlichen Abiturprüfungen hat das Bildungsministerium trotz der Belastungen durch die Corona-Pandemie eine positive Bilanz gezogen. "Unsere Schulen, die Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler haben schnell und flexibel reagiert und unter besonderen Bedingungen die Abiturprüfungen stattfinden lassen", erklärte das Ministerium am Dienstag. Lediglich in vier der rund 130 Gymnasien mit G9, also mit neunjähriger Gymnasialzeit, wurden die Prüfungen zeitlich nach hinten verschoben.

+++ Todesfall in Koblenzer Behindertenwohnheim +++
17:00

Am Dienstag ist ein 78-Jähriger in Koblenz-Metternich an einer Corona-Infektion gestorben. Nach Angaben des örtlichen Caritasverbandes handelte es sich um einen Bewohner des Behindertenwohnheims Eulenhorst. Man sei tief erschüttert, hieß es. Zuvor gab es einen Infektionsfall im Haus St. Franziskus in Weißenthurm. Der Caritasverband tue alles, um die Menschen, die ihm anvertraut seien, so gut wie möglich zu schützen. Beide Häuser seien unter Quarantäne gestellt. Die Mitarbeiter in den Einrichtungen seien stark überlastet, weil die Bewohner nun rund um die Uhr betreut werden müssten. Die Caritas bittet um Hilfe von Menschen in der Region, die Erfahrung in der Betreuung von behinderten Menschen haben.

+++ Nachtragsetat mit 3,3 Milliarden Euro +++
15.45 Uhr

Das rheinland-pfälzische Kabinett hat einen Nachtragshaushalt über 3,3 Milliarden Euro beschlossen. In dem Entwurf sind 800 Millionen Euro für die aktuelle Krisenbewältigung enthalten, teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) in einer Pressekonferenz am Nachmittag mit. Das Land nehme auch eine Neuverschuldung in Kauf. Die Schuldentilgung wird laut Finanzministerin Doris Ahnen (SPD) vorerst ausgesetzt.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
15:30 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

+++ Kabinett berät Nachtragsetat +++
15.15 Uhr

Das rheinland-pfälzische Kabinett bringt heute einen millionenschweren Nachtragshaushalt zur Bewältigung der Coronakrise auf den Weg. Die Pressekonferenz der Ministerrunde können Sie hier auch live verfolgen.

+++ Firma spendet Desinfektionsmittel +++
15.00 Uhr

Ein rheinland-pfälzisches Unternehmen, das anonym bleiben will, hat bis zu 100.000 Liter Desinfektionsmittel gespendet. Das Gesundheitsministerium teilte mit, die Spende sei für Krankenhäuser, Apotheken und Pflegeeinrichtungen bestimmt. Das Land übe sich zwar in sozialer Distanz, aber es rücke doch ein Stück zusammen, sagte Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD).

+++ Stand Dienstagmittag: 1.480 bestätigte Infektionen im Land +++
14.45 Uhr

In Rheinland-Pfalz ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen auf 1.480 gestiegen. Das teilte die Landesregierung mit. Es sind demnach knapp 200 Fälle mehr als am Montag. Die meisten Infizierten melden die Kreise Mayen-Koblenz (159) und Bad Dürkheim (109). Von den Städten ist Mainz mit 90 nachgewiesenen Infektionen am stärksten betroffen. Bislang sind im Land fünf Menschen an Covid-19 verstorben.

+++ Standesamtliche Hochzeiten nur noch ohne Gäste möglich +++
14.30 Uhr

Auch während der Corona-Krise können an einigen Orten in Rheinland-Pfalz Paare standesamtlich heiraten - aber nur im sehr kleinen Rahmen. Abgesehen von dem Brautpaar dürfe derzeit nur noch der Standesbeamte dabei sein, sagte ein Sprecher der Stadt Ludwigshafen. Gäste dürfen nicht mit in den Raum. Den betroffenen Paaren werde vielerorts aber angeboten, ihre Trauung zu verschieben.

EIL +++ Olympische Spiele in Tokio werden verschoben +++
13.15 Uhr

Die Olympischen Spiele in Tokio werden nun doch verschoben. Das teilte Japans Ministerpräsident Shinzo Abe mit. Darauf habe er sich mit IOC-Präsident Thomas Bach verständigt. Die Spiele sollen spätestens im Sommer 2021 stattfinden. Das lange Festhalten der Veranstalter am Termin in diesem Jahr - trotz der Corona-Krise - hatte viel Kritik, auch unter Athleten, ausgelöst.

+++ Weniger Verkehr, weniger Unfälle +++
13.00 Uhr

In der Corona-Krise registrieren die Polizeistationen in Rheinland-Pfalz deutlich weniger Unfälle. Es könne sich keiner erinnern, dass es einmal an einem Wochenende so wenige Unfälle gab, hieß es beim Polizeipräsidium Westpfalz. Statt wie sonst rund 130 Mal habe es "nur" 50 Mal gekracht. Ähnliches wird aus Koblenz und Trier gemeldet. "Landauf, landab sind weniger Menschen auf den Straßen unterwegs." Auch sonst "knallvolle" Parkplätze seien leer. Die Mehrzahl halte sich an die Regelungen und bleibe zuhause.

+++ Zentrale Hotline für Verdachtsfälle +++
12.00 Uhr

Das Land hat eine zentrale Telefon-Hotline für Patienten eingerichtet, die vermuten, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Seit 12 Uhr ist der Service unter der Telefonnummer 0800 99 00 400 zu erreichen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Beim DRK in Landau und in Mainz stehen jeweils zehn Mitarbeiter bereit. Die zusätzlichen Kapazitäten seien dringend nötig, weil die Telefonnummern des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes und die für dringende Notfälle bestimmte 112 stark überlastet waren.

+++ Bistum Speyer richtet Datenbank für Corona-Hilfen ein +++
11.30 Uhr

Das Bistum Speyer hat eine Datenbank für Hilfen in der Corona-Krise angelegt. Auf der Internetseite "Segensorte" können Menschen ihre Hilfeangebote wie etwa einen Einkaufsservice eintragen. Mit der Internetseite will das Bistum nach eigenen Angaben Helfende und Hilfesuchende besser zusammenbringen. Dazu können Interessierte auf eine Landkarte des Bistums klicken, um sich über Angebote in ihrer Nähe zu informieren.

+++ Kaum noch Flüge am Hahn und in Luxemburg +++
9:00 Uhr

Der Flughafen Hahn hat wegen der Corona-Krise seinen Betrieb eingeschränkt. Die Fluggesellschaften haben ihre Flugpläne stark verkleinert. In Luxemburg hat Luxair seinen Betrieb komplett eingestellt und wird ihn erst am 20. April wieder aufnehmen.

+++ Notkrankenhaus in Neustadt +++
8:45 Uhr

Im Neustadter Ortsteil Lachen-Speyerdorf geht heute ein Notkrankenhaus an den Start. Es ist in den Räumen des Diakonissen-Mutterhaus untergebracht und kann maximal 200 Patienten aufnehmen. Nach Angaben des Neustadter Oberbürgermeisters Marc Weigel (FWG) werde in einem Zweischichtbetrieb begonnen.

+++ Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen brechen ein +++
8:00 Uhr

Der wegen der Corona-Krise weltweit nahezu zum Erliegen gekommene Flugverkehr hinterlässt beim Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport weiterhin tiefe Spuren. Die Passagierzahl brach vom 16. bis 22. März um 73,5 Prozent auf 331.353 ein. Das Frachtvolumen fiel um rund ein Fünftel auf 36.591 Tonnen.

+++ Todesfall im Kreis Neuwied +++
7:45 Uhr

Nach Angaben der Kreisverwaltung Neuwied ist am Sonntag ein 93-Jähriger im Krankenhaus Neuwied an den Folgen der Corona-Infektion gestorben. Der Mann habe bereits eine Vorerkrankung gehabt. Es ist der fünfte Todesfall in Rheinland-Pfalz.

+++ Geringere Spargelernte und höhere Preise möglich +++
7:30 Uhr

Als Folge der Corona-Krise schließt der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd eine geringere Spargelernte und höhere Preise wegen eines Mangels an Saisonarbeitern nicht aus. "Im Moment sieht es so aus, dass wir wohl nicht alle Stangenspargel ernten werden, die wir ernten könnten", sagte Verbandssprecher Andreas Köhr. Viele Betriebe in der Pfalz und Rheinhessen hätten Probleme, ihren Bedarf an Saisonarbeitern zu decken. "Das Problem ist flächendeckend."

+++ Eulen Ludwigshafen verzichten auf Teile des Gehalts +++
7:15 Uhr

Die Spieler der Eulen Ludwigshafen verzichten angesichts der Corona-Krise auf einen Teil ihres Gehalts. Nach Vereinsangaben wollen die Profs damit den Club wirtschaftlich entlasten. Die aktuelle Situation seit für die Eulen existenzbedrohend. Durch die Aussetzung der Spiele bis mindestens Ende April fehlten dem Verein Ticketeinnahmen und Sponsorengelder in nicht absehbarer Höhe. Die gesamte Mannschaft und alle Mitarbeiter hätten daher dem Verzicht zugestimmt.

+++ Kirchenpräsident bittet um Verständnis für Politiker +++
6:45 Uhr

Die Gesellschaft soll in der Corona-Krise nicht übermäßig hart mit Entscheidungsträgern wie Politikern ins Gericht gehen. Das fordert der Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung. "Diejenigen, die derzeit um Entscheidungen ringen, stehen unter einem enormen Druck - vor allem in der Politik." Man könne nicht immer erwarten, dass die perfekte Lösung gleich in der Schublade liege. Die derzeitige Situation in Deutschland sei einmalig, so Jung. "Es ist eine nie da gewesene gesellschaftliche Herausforderung."

+++ Millionen-Hilfspaket wegen Corona-Krise +++
6:30 Uhr

Wegen der Corona-Krise bringt Rheinland-Pfalz finanzielle Unterstützung auf den Weg. Das Kabinett bereitet heute einen Nachtragshaushalt vor, der Ende der Woche im Schnellverfahren vom Parlament beschlossen werden soll.

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