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Das Coronavirus legt das öffentliche Leben im Land lahm. Hier die Entwicklungen bis zum 29. März.

Samstag (28. März)

+++ Erster Corona-Todesfall in der Region Trier +++
20:15 Uhr

Ein 65 Jahre alter Patient aus dem Kreis Trier-Saarburg ist an der Corona-Infektion gestorben. Das teilten die Stadt Trier und der Kreis Trier-Saarburg mit. Der Patient erlag demnach am Samstagvormittag im Corona-Gemeinschaftskrankenhaus in Trier der Infektion. Landrat Günter Schartz (CDU) sagte: "Unser Mitgefühl gilt der Familie des Verstorbenen."

+++ Mehr Kapazitäten für Covid-19-Patienten in Ludwigshafen +++
18:00 Uhr

Sollten die Kapazitäten in den Krankenhäusern in Ludwigshafen nicht mehr ausreichen, können Patienten auch in der Friedrich-Ebert-Halle versorgt werden. Das teilte die Feuerwehr Ludwigshafen mit. In den vergangenen zehn Tagen wurde die Mehrzweckhalle zu einer Pflegehilfseinrichtung aufgerüstet. 128 Betten gibt es. Davon können an 56 Betten die Patienten mit Sauerstoff versorgt werden.

+++ Weitere Corona-Patienten aus dem Elsass in der Pfalz +++
17:15 Uhr

In der Pfalz sind zwei weitere Corona-Patienten aus dem französischen Elsass aufgenommen worden. Eine 62-Jährige befinde sich im Speyerer Diakonissen-Krankenhaus. Sie sei am Freitagabend angekommen. Auch ein zweiter Patient aus Frankreich wurde dort eingeliefert, später aber mit dem Krankenwagen in das Vincentius-Krankenhaus nach Speyer gebracht. Damit reagieren die Krankenhäuser auf die Hilfsanfrage der rheinland-pfälzischen Landesregierung, das besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffene Elsass zu unterstützen.

+++ Polizei meldet kaum Verstöße gegen Kontaktverbot +++
16:00 Uhr

Trotz des Bilderbuchwetters halten sich die Menschen in Rheinland-Pfalz offenbar weitgehend an das Kontaktverbot wegen der Corona-Krise. Zwar waren viele Spaziergänger, Jogger und Radfahrer unterwegs, aber bislang seien keine größeren Ansammlungen verzeichnet worden, sagte ein Mainzer Polizeisprecher. Seien mehr als zwei Menschen auf engem Raum draußen, handele es sich um Familien.

+++ Ministerium: 2.357 nachgewiesene Infektionen in Rheinland-Pfalz +++ 12:45 Uhr

Das Gesundheitsministerium in Rheinland-Pfalz hat aktualisierte Fallzahlen für das neuartige Coronavirus veröffentlicht. Nach aktuellem Stand weisen in Rheinland-Pfalz 2.357 Menschen eine bestätigte Infektion mit dem neuartigen Coronavirus auf. Damit ist die Zahl um 256 Fälle (+12.2 Prozent) gegenüber dem Vortag gestiegen.

+++ Keine Besucher auf Wochenbett-Stationen +++
12:30 Uhr

Viele Kliniken in der Pfalz lassen wegen der Corona-Pandemie derzeit keinen Besuch auf der Wochenbett-Station zu. Das hat eine SWR-Umfrage unter den Krankenhäusern ergeben. Während der Geburt dürfen Schwangere demnach noch von einer Person begleitet werden, auf der Wochenbett-Station sei dann aber kein Besuch mehr von Vätern, Familie oder anderen Personen erlaubt. So handhaben es das Hetzelstift Klinikum in Neustadt, das Klinikum Ludwigshafen oder das Vinzentius Krankenhaus Landau. Im Kreiskrankenhaus in Grünstadt dürfen Väter ihr Kind und die Mutter eine Stunde am Tag besuchen. Weil Kreißsaalführungen ausfallen, bietet das Krankenhaus eine Video-Führung- und Beratung auf seiner Internetseite an.

 +++ Weitere Corona-Ambulanzen im Kreis Neuwied +++
12:15 Uhr

Der Kreis Neuwied richtet nach eigenen Angaben weitere Anlaufstellen ein, in denen Menschen behandelt werden, die das Corona-Virus haben oder vermuten, dass sie sich damit infiziert haben könnten. Diese Corona-Ambulanzen machen am Montag, den 30. März, in Bad Hönningen, in Ehlscheid und in Vettelschoß auf. Allerdings müssen sich Betroffene dort vorher telefonisch anmelden. Es wird keine offene Sprechstunde geben, so der Kreis Neuwied.

+++ Tagesmütter aus Rheinland-Pfalz starten Online-Petition +++
9:15 Uhr

Während Schulen und Kitas in Rheinland-Pfalz nur noch eine Notfallbetreuung anbieten, arbeiten Tagesmütter in ihrer Kindertagespflege-Einrichtung weiter. Eine Online-Petition soll das ändern. "Rheinland-Pfalz überlässt die Entscheidung über eine Schließung der Tagespflegestelle den Tageseltern. Doch aus wirtschaftlichen Gründen sind die Tagespflegepersonen gezwungen, ihr Betreuungsangebot aufrechtzuerhalten", schreibt die Initiatorin Daniela Gorke. Laut Gorke gilt diese Regelung nur in Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein - die anderen Bundesländer hätten die Kindertagespflege geschlossen. Über 2.800 Menschen haben schon unterschrieben. Das nächste Ziel liege bei 5.000.

+++ Corona-Hotlines der IHK gefragt +++
08:00 Uhr

Angesichts wegbrechender Geschäfte und der unsicheren Aussichten sind die wegen der Corona-Krise eingerichteten Hotlines der Industrie- und Handelskammern (IHK) sehr gefragt. Das Aufkommen an Anrufen habe zuletzt stark zugenommen, berichtete Karina Szwede, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der IHK Koblenz. "Die Unternehmen haben sehr viele Sorgen und Probleme. Man spürt in manchen Gesprächen auch Verzweiflung." Konkret werde alles Mögliche rund um Kurzarbeitergeld gefragt, weitere wichtige Themen seien der Erhalt der Liquidität und wie die zuletzt aufgelegten Hilfen in Anspruch genommen werden könnten. Auch die IHK Rheinhessen und Trier berichten von vielen besorgten Fragen auf Unternehmerseite.

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